Korb / Daniel Grupp (mit dpa)  Uhr
Ein Mann in Korb ist beim Campen nachts von einem Tier gebissen worden. Jetzt rätseln Experten, ob es ein Wolf, Fuchs oder Hund war.

In der Maiennacht ist ein Mann, der bei Korb (Rems-Murr-Kreis) in einem Zelt auf einem Gartengrundstück übernachtet hat,  gegen vier Uhr von einem Tier angegriffen und gebissen worden. In der Dunkelheit habe er nicht erkennen können, um welches Tier es sich handelte, sagte am Freitag Robert Kreidler, Pressesprecher am Polizeipräsidium Aalen.

Ein Wolf sei es auf keinen Fall gewesen, sagen die Behörden. War der Übeltäter ein Wildtier, dann ist das Umweltministerium des Landes zuständig, erläutert Ministeriumssprecherin Silke John. Das Verhaltensmuster des Tieres deute auf einen Fuchs oder Hund hin. „Wir haben noch keine abschließenden Ergebnisse.“ Falls ein Hund zugebissen hat, ist aber die Polizei zuständig. Sie müsste versuchen den Eigentümer zu ermitteln, so Kreidler.

Ein Mann in Korb ist beim Campen nachts von einem Tier gebissen worden. Eine DNA-Analyse soll klären, ob es ein Fuchs, ein Hund oder gar ein Wolf war.

Tier reißt Zeltplane auf

Der junge Mann hatte in der Nacht auf den 1. Mai zusammen mit Freunden auf einem Privatgrundstück in Zelten übernachtet. Die Zeltplane war nach Kenntnis der Polizei geschlossen. Das angreifende Tier habe die Plane aufgerissen, berichtet Kreidler und den Schlafenden attackiert. Er habe Bisswunden am Gesicht und an den Händen erlitten. Das Opfer sei in eine Klinik gebracht worden. Dort sei der Mann auch gegen Tollwut geimpft worden. „Warum weiß ich auch nicht so recht“, sagt der Polizeisprecher. Schließlich gelte die Tollwut in Deutschland als ausgerottet.

„Tollwut ist kein Thema des Umweltministeriums“, sagt Ministeriumssprecherin John. Ihr Ressort komme nur ins Spiel falls es sich ergebe, dass ein Wildtier angegriffen hat. „Einen Wolf kann man wohl ausschließen“, hat Polizeisprecher Kreidler von den Fachleuten gehört.

Experten sichten Spuren des Tieres

Experten sichten nun die Spuren, die das Tier in der Umgebung hinterlassen hat. Dabei ist auch der Wildtierbeauftragte des Rems-Murr-Kreises. Die Fachleute suchen Kot, Speichel oder Haare. Ob Spuren gefunden wurden, war dem Ministerium am Freitag nicht bekannt. Das Genmaterial der Hinterlassenschaften könnte analysiert werden, um die Tierart festzustellen. Die Untersuchung wird aber Tage dauern. Ob auch der Verletzte auf Genspuren untersucht wurde, wussten die Behörden am Freitag ebenfalls nicht.

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