Fest Stuttgart bleibt sicherer Hafen

Dankeschön-Banner am Theken-Schiff.
Dankeschön-Banner am Theken-Schiff. © Foto: Raimund Weible
Stuttgart / Raimund Weible 17.07.2017

An der ersten vier Tagen war es vielen Gästen noch zu heiß. Dann gingen die Temperaturen zurück und die Besucherzahlen hoch. So hoch, dass Sprecherin Anne Rehberg von einem großen Erfolg spricht. Die 30. Ausgabe des Hamburger Fischmarkts auf dem Stuttgarter Karlsplatz, der am Sonntag endete, erwies sich als attraktv.

„An vielen Tagen war es hektisch“, berichtet die Hanseatin, „wir sind sehr zufrieden mit dem Geschäft.“ Am stärksten strömte die Kundschaft am Samstag. Damit bestätigte sich, dass Stuttgart für den Hamburger Fischmarkt „eine sichere Bank und ein sicherer Hafen“ (Rehberg) ist. Einen ordentlichen Anteil habe an dem Erfolg auch der schöne Platz mit dem Kastaniendach. „Dort ist es auch bei Hitze angenehm sich aufzuhalten.“

Und nicht nur die Gastronomen jubilieren. Auch die Fischhändler freuen sich über ein ordentliches Geschäft. „350 bis 400 Kilogramm Frischfisch gingen über die Theke“, sagt Marktmeister Klaus Moritz, „das ist eine ordentliche Menge für diese Jahreszeit.“

Gut kam nach der Bilanz der Sprecherin auch das Kinderangebot an. Die Kleinen malten und bastelten Segelschiffe. Angesichts des Erfolgs sagt Rehberg: „Wir machen nächstes Jahr noch viel mehr.“

Ihre Verbundenheit mit Stuttgart  wollen die Hanseaten mit einer Kastanie symbolisieren. Den Baum pflanzen sie im Oktober vor der historischen Markthalle. Ihre Dankbarkeit gegenüber den Polizisten aus Baden-Württemberg, die beim G20-Gipfel in Hamburg im Einsatz waren, dokumentierten sie bereits mit einem bunten Banner am Theken-Schiff „Trudel“. „Die haben den Kopf für uns hingehalten“, bekräftigt Rehberg. Eine Einladung zu einem Imbiss hatten die Beamten aus Zeitgründen ausschlagen müssen.

Noch geben Rehberg und Moritz die Hoffnung nicht auf, dass das Stuttgarter Weindorf in Hamburg wiederbelebt wird. Die Stuttgarter Winzer hatten wegen deftig angehobener Platzgebühren vor zwei Jahren die Tradition beendet. „Wir bleiben an dem Thema dran“, verspricht Rehberg. Im Herbst soll es in Hamburg wegen des Weindorfs ein Gespräch geben.