Bundesinnenminister Horst Seehofer hat nach den Auseinandersetzungen in Stuttgart harte Strafen für die Randalierer verlangt. „Da geht es auch um die Glaubwürdigkeit unseres Rechtsstaates“, sagte der CSU-Politiker am Montag in Stuttgart.

Ausschreitungen in Stuttgart „Alarmsignal für Rechtsstaat“

Die Entwicklung vom Wochenende und auch in den Monaten zuvor sei ein „Alarmsignal für den Rechtsstaat“, sagte Seehofer. Es gehe nicht nur um Gewalt gegen die Polizei, sondern auch um die Verunglimpfungen der Beamten mit Worten. „Aus Worten folgen immer auch dann Taten.“
An den Krawallen in der Nacht zum Sonntag waren nach Angaben der Polizei 400 bis 500 Menschen beteiligt. 24 Menschen wurden vorläufig festgenommen. Der Stuttgarter Polizeivizepräsident Thomas Berger beziffert den Schaden durch marodierende Gruppen in Stuttgart auf einen sechs- bis siebenstelligen Betrag.

Stuttgart/Göppingen

Am Montag hatten sich mehrere Politiker entsetzt über die Geschehnisse in der Landeshauptstadt geäußert. Dabei wurde ein hartes Durchgreifen gegen die „kriminellen“ Täter gefordert.

Aufregung nach Äußerungen von Boris Palmer

Für Aufregung hatten die Äußerungen des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer gesorgt. „Alle anderen sind junge Männer. Von denen an der Randale in Stuttgart beteiligten Personen hätten „nahezu alle ein Aussehen, das man im Polizeibericht als ,dunkelhäutig’ oder ,südländisch’ beschreiben würde. ,weiße Männer’ kann ich kaum entdecken.“