Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 hat viele Menschen umgetrieben - nun wird der Aufreger zu wuchtiger Kunst. Am Montag wird vor dem Stuttgarter StadtPalais eine Skulptur des Satire-Künstlers Peter Lenk mit dem Titel „S 21. Das Denkmal - Chroniken einer grotesken Entgleisung“ aufgestellt. Sie ist neun Meter hoch und zehn Tonnen schwer.
Der Bildhauer selbst nennt sie „schwäbischen Laokoon“: In Anlehnung an die mit Schlangen ringende Figur aus der antiken Mythologie lässt Lenk seinen Giganten mit ICE-Zügen kämpfen. Außerdem sind an dem Objekt mehr als 150 Figuren zu sehen, die an Protagonisten rund um das milliardenschwere Großprojekt erinnern.
Nach wochenlangem Zögern der Stadt Stuttgart ergänzt Lenks Gigant vor dem StadtPalais am Charlottenplatz eine neue Skulpturengalerie, die bis März zu sehen ist. Werke von Hermann-Christian Zimmerle und Erik Sturm sind bereits aufgebaut.