Die Große Wendlinger Kurve wird teurer als geplant. Wie das Verkehrsministerium in Stuttgart mitteilte, steigen die Kosten um 23 Millionen Euro. Als Gründe für die Kostensteigerung nennt das Ministerium die hohe Auslastung der Baubranche, die zu höheren Planungs- und Baukosten führt. Ein weiterer Grund sei die knappe Terminplanung. Die Arbeiten an der Großen Wendlinger Kurve dürften zu keiner Verzögerung an der Neubaustrecke führen, was zusätzliche größere Geräte und neues Personal erfordere, teilt das Ministerium mit. Die Mehrkosten übernimmt das Land.

Kostensteigerung Wendlinger Kurve: Das soll gebaut werden

Die Große Wendlinger Kurve verbindet die Neubaustrecke zwischen Stuttgart und Ulm mit der Neckartalbahn, die von Stuttgart nach Tübingen fährt. Mit der Großen Wendlinger Kurve einigten sich die Projektpartner auf ein zweites Gleis, das eine Ausweitung des Angebots erlaubt. Die Kosten wurden bei der Verabschiedung des Projektes im vergangenen Jahr auf rund 100 Millionen Euro geschätzt.
Die Vorbereitungen für den Bau der Großen Wendlinger Kurve kommen nach Angaben des Verkehrsministeriums gut vorn, die Deutsche Bahn (DB) habe inzwischen alle notwendigen Vereinbarungen mit den beteiligten Unternehmern abgeschlossen. Die für Dezember 2022 geplante vorzeitige Inbetriebnahme der Neubaustrecke sei durch die Arbeiten nicht gefährdet.