Wettkampf Sportler messen sich im schottischen Fünfkampf

Zu den Disziplinen gehörte Gewichthochwurf.
Zu den Disziplinen gehörte Gewichthochwurf. © Foto: Ferdinando Iannone
Stuttgart / Rainer Lang 11.09.2017

Die beiden waren durch ein Plakat angelockt worden. Von dem, was Frank Becker und seine Begleiterin Martina Mulch-Leidich aus Böblingen dann bei den „Highland Games“ in Stuttgart erlebten, waren sie hellauf begeistert. Auf dem Gelände des Waldheims Lindental in Weilimdorf traten am Wochenende rund 50 Sportler aus aller Welt zum schottischen Fünfkampf an, mit allem was dazu gehört: Die Frauen und Männer trugen Schottenrock und lieferten sich in hierzulande unbekannten Traditionsdisziplinen einen Wettstreit. Dazu gehörte etwa Steinstoßen, Baumstammwerfen und Gewichthochwurf.

Da fieberten auch die beiden Besucher aus Böblingen mit, als am Samstag die Herren beim Hochwurf versuchten, einen knapp 19,2 Kilogramm schweren Metallklotz über eine bis zu fünf Meter hohe Latte zu schleudern. Viel Applaus gab es dabei für Stefan Cordes aus Angelbachtal, der sich in seiner Paradedisziplin in Höchstform präsentierte. Dass es anfing zu regnen, tat der Begeisterung keinen Abbruch. „Das schreckt uns nicht. In Schottland regnet es sowieso dauernd“, sagte Jacqueline Illenberger aus Schwäbisch Gmünd. Die 15-Jährige trat beim Jugendwettbewerb an.

Rund ums Wettkampffeld war ein Zeltdorf mit Highland-Atmosphäre aufgebaut. Da drehte sich ein Spanferkel am Spieß, nebenan gab es ein Whisky-Tasting, ein paar Meter weiter wurden Country-Handbrot und schottische Teigfladen frisch gebacken. Dazu wurden neben keltischer Folkmusik auch schottische und irische Tänze aufgeführt.

Für das ganze Drumherum war der Verein Kulturschock zuständig, während den sportlichen Teil die Highlander-Abteilung des Athletik-Sportvereins Ludwigsburg-Oßweil ausrichtete. Abteilungsleiterin Petra Müller hatte den Wettbewerb 2005 initiiert. Nachdem sich die Kraftsportler zehn Jahre lang in Ludwigsburg getroffen hatten, wechselten sie vor zwei Jahren nach Stuttgart. Bei den dritten Spielen in der Landeshauptstadt waren auch Sportler aus Japan, der Schweiz, Österreich, den USA und Rumänien dabei. Nächstes Jahr stehen in Stuttgart übrigens die Weltmeisterschaften an.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel