Radrennen Spitzenteams im Talkessel erwartet

2008 fand die Tour zum letzten Mal statt.
2008 fand die Tour zum letzten Mal statt. © Foto: dpa
Stuttgart / Jürgen Schmidt 22.12.2017

Seit einem halben Jahr ist bekannt, dass Stuttgart 2018 Zielort der neu aufgelegten Deutschland-Tour wird, nun haben die Organisatoren des Radprofi-Rennens von der Amaury Sport Organisation (A.S.O.) weitere Details bekannt gegeben. So werden die Spitzensportler am Sonntag, 26. August 2018,  bevor sie auf der Theodor-Heuss-Straße um den Etappen- und den Gesamtsieg sprinten, mehrere Runden durch die Stadt fahren und das Ziel mehrfach passieren.

Wo die Schlussrunde entlangführt, verriet der Sprecher der Deutschland-Tour, Stefan Flessner, am Donnerstag noch nicht. Die Schlussrunde soll aber etwa zehn Kilometer lang sein und wird wohl nicht die steilsten Rampen des Stuttgarter Kessels passieren, weil sie den deutschen Top-Fahrern entgegenkommen soll. Und die sind nicht als begnadete Bergfahrer bekannt.

Den genauen Streckenverlauf will die A.S.O., die unter anderem die Tour de France organisiert, Anfang März vorstellen. Auch welche Fahrer  zur viertägigen Deutschland-Tour antreten werden, ist noch offen. Doch die Organisatoren gehen davon aus, dass die beiden deutschen Spitzenteams Bora Hansgrohe und Sunweb auf jeden Fall dabei sind.

Jenseits des Hauptfelds der Spitzenfahrer können an jenem Augustsonntag ambitionierte Hobbysportler auf die Strecke gehen. Für die Jedermann-Rennen über 50 bis 60 und etwa 110  Kilometer rechnen die Veranstalter mit etwa 3500 Teilnehmern. Ein solches Hobbyrennen wird es bei der viertätigen Deutschland-Tour nur in Stuttgart geben. Von den Absperrungen für die ambitionierten Fahrer können auch Freizeitradler profitieren: Für sie werden Touren auf autofreien Straßen durch die Stadt angeboten.

Die Mitmach-Aktionen für die Bevölkerung kommen dem entgegen, was die Stadt mit der Deutschland-Tour erreichen will. Sie möchte mit dem Event  für das Radfahren in Stuttgart werben, wie OB Fritz Kuhn und Sportbürgermeister Martin Schairer schon im Sommer betonten. Die Tour soll aber auch eine überregionale Werbung für die Stadt selbst sein. Das lässt sie sich 600 000 Euro kosten.

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