VVS-Tarifreform Das sind die neuen Preise im Stuttgarter ÖPNV

Stuttgart / Moritz Clauß 12.02.2019
Die Preise im VVS werden teilweise sinken. Ob Fahrgäste bald sparen, können sie online überprüfen.

Die Tarifreform des VVS tritt am 1. April in Kraft. Der Verkehrsverbund wirbt damit, dass der öffentliche Nahverkehr günstiger und einfacher wird. Die meisten Fahrpreise werden sinken – um bis zu 30 Prozent. Unter den zehn größten Städten Deutschlands habe Stuttgart in Zukunft die günstigsten Fahrpreise, sagt VVS-Geschäftsführer Horst Stammler. Und schiebt hinterher, dass die Stadt natürlich kleiner sei als Berlin oder Köln.

Ein Einzelticket für eine Zone kostet in Stuttgart ab April wie bisher 2,50 Euro. Die bisherige zweite Zone fällt aber im Stadtgebiet komplett weg. Das Tagesticket für eine Zone liegt ab April bei 5,20 Euro statt 7 Euro. Auch Pendler aus dem Umland kommen mit den neuen Tarifen meist besser weg. Ein Monatsticket von Nürtingen zum Hauptbahnhof kostet derzeit beispielsweise 196 Euro. Nach der Reform sind es 143 Euro – eine Preissenkung um 27 Prozent.

Wer im März ein Monatsticket kauft, das in den April hineinreicht, nach der Reform aber günstiger wäre, bekommt das zu viel bezahlte Geld anteilig erstattet. In den Verkaufsstellen liegen dafür Formulare aus, die bis Ende Mai abgegeben werden müssen.

Anfang des Jahres hat der VVS auf die jährliche Preiserhöhung verzichtet. Ob das auch 2020 so sein wird, ist noch nicht entschieden. „Jetzt müssen wir erstmal schauen, wie die Tarifreform anläuft“, sagt Stammler. Statt der bisher 52 Sektoren im VVS gibt es ab April nur noch fünf. Die sieben Ringe werden zu fünf Ringen zusammengelegt.

Info Wer selbst wissen will, ob er künftig günstiger wegkommt, kann dazu unter www.vvs.de/einfachmachen den Tarif-
Check nutzen. Die Option findet man auch in der VVS-App.

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