Mobilität Schnelle Radverbindung nach Stuttgart

Minister Winfried Hermann (l.) und Landrat Roland Bernhard wollen eine bessere Radinfrastruktur.
Minister Winfried Hermann (l.) und Landrat Roland Bernhard wollen eine bessere Radinfrastruktur. © Foto: Einig über den Nutzen von besserer Radinfrastruktur: Verkehrsminister Winfried Hermann und Landrat Roland Bernhard. Foto: Barbara Wollny
Böblingen / Barbara Wollny 11.09.2018

Rund 750 Radler wurden im letzten Juli auf der rund acht Kilometer langen Strecke zwischen Böblingen und Stuttgart-Vaihingen gezählt – genug, um hier ein Pilotprojekt für die Region Stuttgart zu starten. Ab Frühjahr 2019 soll der erste Radschnellweg zwischen Böblingen/Sindelfingen und Stuttgart eiligen Radfahren zur Verfügung stehen.

Die Straße soll nun von Schlaglöchern befreit werden. Zudem werden auch die Teile der denkmalgeschützten Römerstraße asphaltiert, auf denen bisher noch Kopfsteinpflaster verlegt ist. Für die neue Strecke sind auch getrennte Bereiche für Radler und Fußgänger vorgesehen, um die Sicherheit zu erhöhen.

Außerdem wird eine moderne LED-Beleuchtung installiert, die gezielt den Weg beleuchtet und sich mittels Bewegungssensoren automatisch an- und wieder abschaltet. „Wir wollen, dass sich auch Frauen in der Dunkelheit sicher fühlen, wenn sie durch den Wald radeln“,  sagte Verkehrsminister Winfried Herrmann am Montag beim Spatenstich in Böblingen. „Unser Ziel ist es, die Menschen zum Umsteigen zu bewegen. Das gelingt aber nur, wenn es künftig einfacher und gleichzeitig sicher werden wird, seine Ziele per Rad zu erreichen.“ Auf einem Radschnellweg soll im Schnitt eine Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometer gefahren werden können.

Das Böblinger Projekt ist eine kommunale Lösung, die vom Land mit knapp zwei Millionen Euro bezuschusst wird. Außerdem baut das Land Radschnellverbindungen zwischen Heidelberg und Mannheim, Heilbronn, Neckarsulm und Bad Wimpfen sowie zwischen Plochingen und  Stuttgart. Bis 2025 sollen weitere zehn Radschnellverbindungen realisiert sein.

Radschnellwege unterscheiden sich von gewöhnlichen Radwegen. Sie sind breiter und haben weniger Kreuzungen, so dass auch längere Strecken zügig gefahren werden können. Dadurch könnten sie einen großen Beitrag zur Lösung von Verkehrsproblemen in dicht besiedelten Stadtregionen beitragen. „Der Radverkehr soll dadurch auch für größere Entfernungen eine alltagstaugliche Alternative werden,“ sagte der Minister.

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