Stuttgart 21 Rodung im Rosensteinpark beginnt

Im Anschluss an die neue Neckarbrücke bei Bad-Cannstatt sollen Züge und S-Bahnen in den Rosensteintunnel in Richtung Hauptbahnhof fahren. Um dafür das Portal zu bauen, werden nun im Rosensteinpark Bäume gefällt.
Im Anschluss an die neue Neckarbrücke bei Bad-Cannstatt sollen Züge und S-Bahnen in den Rosensteintunnel in Richtung Hauptbahnhof fahren. Um dafür das Portal zu bauen, werden nun im Rosensteinpark Bäume gefällt. © Foto: Sina Schuldt/dpa
Stuttgart / Fabian Ziehe 13.02.2018
Die Bahn hat begonnen, Bäume am künftigen Rosensteintunnel-Portal zu roden. In sechs wurden Juchtenkäfer vermutet.

Die Bahn hat am frühen Dienstagmorgen begonnen, rund 100 Bäume am Hang des Rosensteinparks hin zum Neckar zu fällen. Vereinzelt protestierten S-21-Gegner entlang der schon am Montag aufgestellten Bauzäune. Ein Aktivist wurde per Kran von einem Baum geholt. Er hatte versucht, die Arbeiten zu verzögern. Projekt-Sprecher Jörg Hamann zufolge gingen die Arbeiten aber „planmäßig voran“.

Am Donnerstag hatte das Eisenbahnbundesamt der Rodung entsprechend des 17.  Planänderungsantrags zugestimmt. Die Bahn will vor Ort das Rosensteintunnel-Portal bauen. Durch dieses sollen von Bad Cannstatt her kommend Züge und S-Bahnen über eine neue Neckarbrücke Richtung Hauptbahnhof fahren.

Vorausgegangen war eine Beschluss der EU-Kommission am 30. Januar. Diese hatte zustimmen müssen, da Kartierungen sechs Bäume als möglichen Lebensraum für geschützte Juchtenkäfer auswiesen. Nachgewiesen wurden die Tiere nicht. Damit hat die Bahn erreicht, dass die Bäume noch vor Beginn der Vegetationsperiode (1. März) gefällt werden. Andernfalls hätten weitere Bauverzögerungen gedroht.