Partei Protest gegen den rechten Flügel der AfD

Ludwigsburg / Raimund Weible 07.11.2016

Bei dem Treffen  am Sonntag in Ludwigsburg trat der thüringische Landes- und Fraktionschef der AfD, Björn Höcke, auf. Er gilt als ein Vertreter der Strömung am rechten Rand der AfD.

Nach Angaben seines Mitarbeiters rief Höcke die AfD-Landesverbände dazu auf, bei der Aufstellung der Listen für die Bundestagswahl 2017 sorgsam vorzugehen. Es sollten nicht die zum Zuge kommen, die die AfD lediglich als Sprungbrett für die eigene Karriere betrachteten, sondern die, die auch gewisse Werte verträten, eine gute Ausbildung und möglicherweise selbst Familie hätten.

An der Veranstaltung nahmen nach AfD-Angaben rund 150 Menschen teil. Höcke gehört zu den Erstunterzeichnern der Erfurter Erklärung vom März 2015. Die Unterzeichner werfen der AfD darin vor, vor Institutionen, Parteien und Medien zu kuschen, „anstatt selbst den Radius unseres Handelns abzustecken und zu erweitern“.

Rund 150 Personen demonstrierten gegen das Treffen. Am Rande kam es laut Polizei zu Handgreiflichkeiten zwischen zwei Menschen. Eine Person wurde vorübergehend aufs Polizeirevier gebracht. Unklar blieb, ob es sich dabei um einen AfD-Anhänger oder einen Gegendemonstranten handelte. Die AfD schätzt die Zahl der Unterzeichner der Erfurter Resolution im Südwesten auf bis zu 600 von 3500 Mitgliedern.. dpa

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