Stuttgart Polizeibericht: Mehr Unfälle, mehr Tote

Stuttgart / SAV 23.03.2016
Acht Menschen sind laut dem aktuellem Polizeibericht im Jahr 2015 auf Stuttgarts Straßen gestorben. Auch die Zahl der Unfälle ist gestiegen.

In Stuttgart hat es im vergangenen Jahr acht Tote bei Verkehrsunfällen gegeben. Drei mehr als 2014. Zwei Fußgänger, zwei Autofahrer, ein Beifahrer und drei Kraftradfahrer kamen ums Leben. Mit einem Anstieg bei der Zahl der Verkehrstoten von 3 Prozent liegt Stuttgart leicht unter den landesweiten Zahlen. In Baden-Württemberg wurden 3,6 Prozent mehr Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als 2014.

Die gute Nachricht ist: Die Zahl der Verletzten ist laut dem aktuellen Polizeibericht hingegen zurückgegangen. 2015 verzeichnete die Polizei demnach 2145 Unfälle mit Verletzten, das sind 47 weniger als 2014. Auch die Zahl der Schwerverletzten ist gesunken. Das Minus liegt bei 24,2 Prozent. "Selbstverständlich ist jeder Verletzte einer zu viel. Wenige Schwerverletzte in Stuttgart sind deshalb ein positives Zeichen, zumal wir die niedrigste Schwerverletztenzahl im Zehnjahresvergleich fast wieder erreicht haben", sagte Polizeipräsident Franz Lutz am Dienstag.

Mit Blick auf die Gesamtzahl der Unfälle hat die Polizei eine deutliche Steigung verzeichnet. Seit 1979 hat es nicht mehr so oft gescheppert wie im vergangenen Jahr: Rund 17.000 Unfälle wurden im vergangenen Jahr gezählt. Landesweit stieg die Zahl sogar um fünf Prozent.

Im Stadtgebiet sind statistisch gesehen täglich 73 Unfälle passiert. 67 mit Sachschaden, bei sechs Unfällen wurden Verkehrsteilnehmer verletzt. Die meisten Unfälle (26 Prozent) sind beim Abbiegen, Rückwärtsfahren und Wenden passiert, oder weil ein Autofahrer die Vorfahrt missachtete. Laut Polizei sind dies typische innerstädtische Unfallursachen. "Die hohe Verkehrsdichte in Stuttgart erfordert bei den Verkehrsteilnehmern besondere Umsicht, Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme", sagte Lutz.