Am Freitag gab es im Raum Stuttgart mehrere SEK-Einsätze, die mit den Schüssen am Dienstag auf einen Mann in einer Autowerkstatt im Waiblinger Industriegebiet Eisental im Zusammenhang stehen.

Beim ersten Einsatz am Freitagvormittag rückten die Polizeibeamten in Korb nahe Waiblingen aus, der zweite folgte am frühen Nachmittag in Stuttgart-Wangen. Die Polizei Aalen bestätigte die Einsätze. Wie es am Abend dann hieß, handelte es sich um Durchsuchungen dreier Wohnungen in Waiblingen, Korb und in Stuttgart. Dabei waren unter anderem das Spezialeinsatzkommando der Polizei Baden-Württemberg und die Polizeihundestaffel eingebunden.

SEK-Einsätze wegen Schießerei in Waiblingen

Mehrere Verdächtige, die wegen der Schießerei in Waiblingen gesucht werden, konnten bei den Durchsuchungen nicht angetroffen werden. Wie es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der Aalener Polizei heißt, seien gegen die vier Verdächtigen Haftbefehle wegen eines versuchten Tötungsdeliktes erlassen worden.

Wie berichtet, wurde am Dienstagvormittag in einer Autowerkstatt im Waiblinger Industriegebiet Eisental ein 33-jähriger Mann mit einer Schusswaffe schwer verletzt. Das Opfer befindet sich der Polizei zufolge im Krankenhaus und schwebt immer noch in Lebensgefahr. Er kann zum Vorfall bislang von der Polizei nicht befragt werden.

Zeugen in Waiblingen hören erst Streit und dann Schüsse

Zeugen im Umfeld des Tatorts hörten am Dienstag mehrere Schüsse, denen ein lautstarkes Streitgespräch vorausgegangen sei. Danach wurden vier Männer gesehen, die vom Tatort mit einem grauen Kombi wegfuhren.

Der Polizei liegen der Mitteilung zufolge nun konkrete Erkenntnisse vor, dass diese vier Männer, die alle zwischenzeitlich identifiziert werden konnten, für die Tat verantwortlich sind. Zwischen ihnen und dem Opfer soll es bereits früher Streit gegeben haben.

Internationale Haftbefehle gegen vier Verdächtige

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart erwirkte gegen die Verdächtigen internationale Haftbefehle. Wo die Männer sich derzeit aufhalten, ist unklar. Bei ihnen handelt es sich um Brüder irakischer Abstammung.

Die Schießerei hatte einen Großeinsatz ausgelöst. Am Tattag hatte die Polizei mehr als 150 Beamte im Einsatz. Nach den sofortigen Fahndungsmaßnahmen am Tattag, wurde bei der Kriminalpolizei Waiblingen die Sonderkommission Eisental eingerichtet.

In der Soko laufen der Polizei zufolge derzeit sehr intensive Ermittlungen, an denen über 50 Beamte mitarbeiten. Zudem wurde das Landeskriminalamt bei der Tatort- und Spurenarbeit eingebunden.