Gastro-Tipp Neustart für eine Institution

Birgit Grupp setzt an neuem Ort auf Bewährtes.
Birgit Grupp setzt an neuem Ort auf Bewährtes. © Foto: R. Lang
Stuttgart / Rainer Lang 21.12.2017

Birgit Grupp (46) ist ein Stein vom Herzen gefallen. Nach wochenlanger Zitterpartie konnte die umtriebige Gastronomin doch noch vor Jahresende ihren Stadtbesen am neuen Standort in der Calwer Straße in der Stuttgarter Stadtmitte eröffnen. Der Umbau hatte sich länger hingezogen als geplant, erklärt Grupp, die eigentlich schon Mitte November einziehen wollte.  Sowohl am Konzept als auch am rustikal-modernen Ambiente der Weinbar mit großem Angebot an regionalen Tropfen ändert sich nichts.

Viel Holz, klare Linien und modernes Design schaffen eine angenehme Atmosphäre. Die neue Location ist zwar wegen der großen Frontfenster wesentlich heller als das bisherige Lokal im Stuttgarter Rathaus, aber mit gerade mal zwei Dutzend Plätzen auch etwas kleiner. Der Vorteil ist, dass der Stadtbesen direkt an die ebenfalls von Grupp geführten Gaststätte „Zum Paulaner“ angrenzt und von dessen aufwendig sanierter und umgebauter Küche mit versorgt wird. Serviert werden regionale Snacks, die zum Wein passen, wie beispielsweise Flammkuchen.

Mit der Schließung des bisherigen Stadtbesens am Samstag verabschiedet sich die Familie Brunner nach zwei Jahrzehnten endgültig vom Rathaus. Sie betrieb dort 20 Jahre lang den traditionsreichen Ratskeller. Tochter Birgit Grupp, die in der Gastronomie groß geworden ist und nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Restaurantfachfrau die elterlichen Betriebe als Gesellschafterin und Geschäftsführerin übernommen hat, will sich nicht mehr um einen neuen Vertrag im Rathaus bewerben. Nach Querelen mit der Stadtverwaltung um die Höhe der Pacht nach der Sanierung hat sie das Kapitel endgültig abgeschlossen, bekräftigte sie auf Nachfrage.

Neben dem Hotel Sautter, dem Paulaner und dem benachbarten Stadtbesen ist Grupp inzwischen auch am neuen Restaurant „Zum Andechser“ in Göppingen beteiligt. Damit ist die Gastronomin, die zwischen den Standorten pendelt, voll ausgelastet.

Die Holztheke im neuen Stadtbesen ist nicht mehr so lang und die Lage nicht mehr so zentral. Grupp freut sich deshalb umso mehr, dass das neue Lokal trotz der Konkurrenz gegenüber, wo Olaf Sperling und Christian Kopp ihren Weinladen Walther mit kleinem Ausschank seit einigen Monaten betreiben, offenbar gut ankommt.

Info www.stadtbesen.com

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