Medizin Mit Laserlicht den Krebs zerstört

Stuttgart / dpa 18.09.2018

  Mit einer neuen Methode haben die Ärzte im Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus einen bösartigen Tumor im Gallengang einer Patientin beseitigt. Dabei wurden die Krebszellen durch eine Infusion lichtempfindlich gemacht und danach mit Laserlicht verbrannt. Diese Therapie sei deutlich schonender als eine Chemotherapie, erläutert Chefarzt Jörg G. Albert in einer Pressemitteilung. Unterzieht sich ein Patient einer Chemotherapie, werden auch gesunde Zellen zerstört.

Angewandt wurde die Behandlungsmethode an einer 73-jährigen Patientin. Bei der Frau ist der Krebs im Gallengang diagnostiziert worden. Der Tumor war bereits so groß, dass er sogar den Fluss der Galle behinderte. Für einen chirurgischen Eingriff hatte sich das Geschwür zu weit in ihrem Körper ausgebreitet, und für eine Chemotherapie war die Frau jedoch zu schwach.

Lichtempfindlich nach der OP

Die Patientin musste nach dem Eingriff rund zwei Wochen in einem abgedunkelten Zimmer verbringen, weil auch ihre Hautzellen durch den Eingriff sehr lichtempfindlich wurden. Sie wären bei Sonneneinstrahlung sofort verbrannt. Schmerzen habe sie nach der Operation, die eineinhalb Stunden dauerte keine gehabt, hieß es in der Mitteilung der Klinik weiter. 

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