Gastro-Tipp Mit der Poke Bowl auf Erfolgskurs

Jenny Linh Do präsentiert ihre Spezialität aus Hawaii.
Jenny Linh Do präsentiert ihre Spezialität aus Hawaii. © Foto: Rainer Lang
Stuttgart / Rainer Lang 11.10.2018

Sie haben nach etwas Neuem und Frischem gesucht. Huong Tien Do und seine Frau Jenny Linh wollten weg von der typischen asiatischen Küche und sind dabei auf die „Poke Bowl“ gestoßen. Die ursprünglich als Vorspeise gedachten mit Reis und rohem Fisch gefüllten Schüsseln haben von Hawaii aus ihren Siegeszug um die Welt angetreten. Voll im Trend liegen die Dos mit ihrer kürzlich eröffneten „Minmin“-Filiale in der Königstraße: Dort gibt es die Bowl in unterschiedlichen Variationen – vegan, vegetarisch, mit Fleisch oder rohem Fisch.

„Die frischen Zutaten, die mit wenig Fett und Öl zubereitet werden, sprechen viele junge Menschen an, die sehr stark auf Ernährung achten“, erklärt Do. Zum Team gehört auch ein Ernährungsberater. Nino Samparisi hat Tipps gegeben für eine ausgewogene Ernährung und ein intensives Geschmackserlebnis. In der Bowl sind Rote-Beete- und Sushi-Reis, Bohnen und Avocado. Dazu stehen verschiedene Soßen und Beilagen, wie Lachs, Tofu und Huhn zur Auswahl.

Die Dos haben einen Nerv getroffen. Hinter der langen Theke werden die Bowls zeitweise im Akkord gefüllt. Geschmacksverstärker sind für Do tabu, der auch auf Nachhaltigkeit setzt. Die Schalen sind kompostierbar, auch die Smoothie-Becher sollen künftig durch umweltfreundliche Behälter ersetzt werden.

In das gerade mal 39 Quadratmeter große Restaurant, in dem zuvor Feinkost-Laden Schlemmermeyer ansässig war, wollten die Dos vietnamesisches Flair bringen. Nach Deutschland gekommen ist die Familie 1984. Jenny Linh ist ausgebildete Wirtschaftsinformatikerin und hat ebenso wie ihr Mann bei Bosch gearbeitet.

Der Gastronomiebetrieb umfasst vier Filialen. Begonnen hat es mit einem kleinen Imbiss im Hauptbahnhof. Dort startete die Familie 2013 mit einem Stand, an dem sie Früchte und Smoothies verkaufte. Dem folgte 2016 im Bahnhof das erste Minmin-Restaurant mit vietnamesischer und thailändischer Küche. 2017 übernahm die Familie einen Stand mit Crepes und Früchten. In diesem Jahr ist das zweite „Minmin“ auf der unteren Königstraße hinzugekommen.

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