Zwischen Montagabend und Dienstagfrüh musste die Feuerwehr gleich zu drei Bränden in Stuttgart und Ostfildern ausrücken. Ein ICE mit 40 Insassen war im ersten Fall am Montag am Hauptbahnhof evakuiert worden, nachdem es eine Stichflamme an der Klimaanlage gegeben hatte. Aus einem Waggon des Zuges, der von München kam und nach Berlin wollte, habe es stark geraucht, verletzt worden sei aber niemand, so die Polizei. Die Reisenden mussten ihre Fahrt mit anderen Zügen fortsetzen, der übrige Bahnverkehr wurde nicht behindert. Was genau die Stichflamme ausgelöst hatte, war zunächst unklar. Womöglich spielte das heiße Wetter eine Rolle.

Auch die Ursache für einen Großbrand in einem Mehrfamilienhaus in Stuttgart-Zuffenhausen, bei dem ein Schaden von rund 350.000 Euro entstand, war gestern noch unbekannt. Zwei Brandbekämpfer zogen sich bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen zu. Anwohner hatten die Feuerwehr gegen 0.30 Uhr alarmiert, die zwei Stunden brauchte, um das Feuer zu löschen. Die 15 Bewohner hatten das Haus rechtzeitig verlassen. Da das Gebäude nicht mehr bewohnbar ist, kamen sie kurzfristig bei Verwandten oder in Hotels unter.

Als in Zuffenhausen noch gelöscht wurde, begann es auch in Ostfildern-Nellingen (Kreis Esslingen) zu brennen. Gegen 3 Uhr nahm eine Bewohnerin in der Nacht auf Dienstag Rauchgeruch war und griff zum Hörer. Feuerwehr und Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an. Hier war das Feuer in der Küche eines 44-Jährigen ausgebrochen - ebenfalls aus bislang ungeklärter Ursache. Von dort aus breiteten sich die Flammen aus. Der Mann schaffte es selbstständig ins Freie, 14 Nachbarn mussten indes über Leitern gerettet werden. Neun Menschen wurden dabei leicht verletzt, der 44-Jährige und ein weiterer Mann wurden mit Rauchgasvergiftungen in der Klinik behandelt. Schaden: rund 100.000 Euro.