Das frühere Kinderzimmer von Philipp Büttner könnte aus einer Geschichte von Tausendundeine Nacht stammen: Ein Teppich mit Aladdin-Muster, eine Bettwäsche, auf der ein fliegender Teppich schwebt, und in der Mitte des Raumes tanzt ein kleiner Philipp Büttner mit Bundhose, Weste und Hut. „Ich war ein riesiger Aladdin-Fan“, gesteht er. Der 27-Jähriger tanzt und singt schon lange nicht mehr nur in seinem Kinderzimmer, sondern auch auf großen Bühnen. Seit November 2017 spielt er Aladdin im gleichnamigen Musical in Hamburg, ab März 2019 steht er in derselben Rolle im Stage-Apollo-Theater in Stuttgart.

Prinzessin Jasmin wird verkörpert von Nienke Latten. Sie ist auch schon in Hamburg an Philipp Büttners Seite gestanden. „Jasmin ist eine sehr moderne Prinzessin. Sie ist ein Vorbild für junge Mädchen“, sagt die Musical-Darstellerin, die aus den Niederlanden kommt. Sie freut sich, die Rolle auch in Stuttgart spielen zu dürfen – und sie kann es kaum erwarten, das Schwabenländle zu erkunden. „Ich mag die Landschaft und die Berge. In den Niederlanden ist alles platt“, erzählt Nienke Latten und lacht.

Für Wandertouren über die Schwäbischen Alb stellt sich ihr Kollege Maximilian Mann gerne zu Verfügung. Er ist ein bekanntes Gesicht in Stuttgart: Der Musical-Darsteller stand bereits im Glöckner von Notre-Dame auf der Bühne, jetzt spielt er den Dschinni in „Aladdin“. Die Rolle als Flaschengeist ist für Maximilian Mann eine Herausforderung: „Ich muss die Energie in der Show aufrechterhalten. Das ist anspruchsvoll.“

Was ab 21. März im Stage-Apollo-Theater zu sehen sein wird, ist kein Abklatsch des Broadway-Musicals, sondern die Original-Produktion, wie Scott Taylor, der stellvertretende Direktor des Musicals, betont. „Bei Aladdin ist für jeden etwas dabei. Es wird viel getanzt, die Kleidung ist bunt und aufregend, und die Musik kommt aus dem klassischen Musicaltheater“, erzählt er.

Mit dem Musical aus Tausendundeine Nacht macht schon die vierte Disney-Show Halt im Stuttgarter SI-Centrum. Doch Disney bedeutet nicht, dass das Stück nur für Familien mit Kindern gedacht ist. „Wir haben herausgefunden, dass oft auch Pärchen auf ein Date ins Musical gehen“, berichtet Scott Taylor.