Bei der Remstal-Gartenschau 2019 sorgte eine halbnackte Stadträtin für Aufsehen: Cynthia Schneider kam zur Eröffnung der als Einhorn – mit einem Bodypaint, also nur mit Farbe auf ihrer Haut. Dafür musste die Stadträtin der Linken ordentlich Kritik einstecken.

17 Kandidaten für sechs Gartenschauen

Insgesamt 17 Städte und Gemeinden haben sich für die drei großen und drei kleinen Versionen der baden-württembergischen Landesgartenschau beworben. Wer den Zuschlag für die Jahre 2031 bis 2036 bekommen wird, entscheidet sich erst im Sommer nach einer Besichtigung durch eine Fachkommission.

Landesgartenschau zum zweiten Mal in Ulm

Der Schauplatz der ersten Landesgartenschau im Südwesten lag 1980 an der Donau, gemeinsam organisiert von Ulm und Neu-Ulm. Daraus entstand auf Anhieb ein Erfolgsmodell, das andere Bundesländer abgekupfert haben. Das 50-jährige Bestehen wird an der Donau gefeiert: Ulm ist für 2030 zum zweiten Mal als Gastgeber ausgewählt worden.

Seilbahn zur Wilhelmsburg in Ulm für 2030

Für die bevorstehende zweite Landesgartenschau in Ulm im Jahr 2030 war sogar eine Seilbahn zur Wilhelmsburg im Gespräch. Ulmer Stadträte informierten sich in Koblenz und Heilbronn und nahmen Anregungen mit.

Bis zu fünf Millionen Euro Zuschuss vom Land

Seit 2001 gibt es den jährlichen Wechsel zwischen der großen Landesgartenschau und dem kleineren „Grünprojekt“. So unterschiedlich wie die Dimension ist auch die Förderung durch die Landesregierung. Über das Landesprogramm „Natur in Stadt und Land“ gibt es Zuschüsse von maximal fünf bzw. zwei Millionen Euro.

Große Landesgartenschau – das sind die Austragungsorte

Die Serie der größeren Landesgartenschauen setzt sich wie folgt fort:

  • 2020 in Überlingen
  • 2022 in Neuenburg am Rhein
  • 2024 in Wangen im Allgäu
  • 2026 in Ellwangen
  • 2028 in Rottweil
  • 2030 (zum 40-jährigen Bestehen) in Ulm

Kleine Landesgartenschau – hier finden sie statt

Die Austragungsorte für die fünf folgenden kleinen Landesgartenschauen stehen fest. Das sind die Städte:

  • 2021 in Eppingen
  • 2023 in Balingen
  • 2025 in Freudenstadt und Baiersbronn
  • 2027 in Bad Urach
  • 2029 in Vaihingen/Enz

Landesgartenschau in Ellwangen Der Gemeinderat im Höhenrausch

Ellwangen

Weiter großes Interesse an Austragung der Landesgartenschau

Für Peter Hauk (CDU), den Minister für den ländlichen Raum, ist das „ungebrochen große Interesse“ ein Beweis für die anhaltende Attraktivität. Die große Resonanz zeige, dass die Städte und Gemeinden „die umfassend positiven und langfristigen ökologischen, städtebaulichen, touristischen und wirtschaftlichen Auswirkungen unserer Gartenschauen für die jeweilige Kommune und ihr Umland zu schätzen wissen“. Sie seien „ein wichtiger Entwicklungsimpuls“ auch für große Herausforderungen wie Klimawandel, Rückgang der Artenvielfalt und städtebauliche Erneuerung.

Entwurf für das Gelände der geplanten Landesgartenschau in Crailsheim.
Entwurf für das Gelände der geplanten Landesgartenschau in Crailsheim.
© Foto: Ralf Snurawa

Das sind die Bewerber für ein große Landesgartenschau

Wo finden die zukünftigen Landesgartenschauen statt? Als Nachfolger für große Landesgartenschauen bis zum Jahr 2036 haben sich insgesamt acht Städte und kommunale Gemeinschaften beworben: Bad Mergentheim in einem zweiten Anlauf, Crailsheim, Ludwigsburg, Nürtingen, Offenburg, Rastatt, Schwaikheim und Winnenden (interkommunal) sowie Tübingen.

Diese Städte wollen eine kleine Landesgartenschau austragen

Hoffnungen auf eine Berücksichtigung für die kleinere Ausführungen machen sich: Altensteig, Bad Bellingen, Bad Ditzenbach mit Bad Überkingen, Deggingen, Mühlhausen im Täle, Wiesensteig (interkommunal), Benningen gemeinsam mit Marbach am Neckar, Bretten, Gaildorf, Leimen und Nußloch, Riedlingen sowie Schwaigern.