Literatur Kunstwerke und uralte Bäume

Das Wirtshaus im Hohenheimer Park.
Das Wirtshaus im Hohenheimer Park. © Foto: Wirtshaus im Hohenheimer Park. Foto: Adolf Martin Steiner
Stuttgart / Dominique Leibbrand 12.09.2018

Vor 25 Jahren erschien anlässlich der Bundesgartenschau in Stuttgart letztmals ein Buch über die Gärten rund um Schloss Hohenheim. Seitdem hat sich in dem geschichtsträchtigen Parkgelände viel verändert. Robert Gliniars und Adolf Martin Steiner sind die beiden Autoren, die den Leser im neu erschienen Band „Die Hohenheimer Gärten“ des Ulmer Verlags durch die 35 Hektar große Anlage zu den schönsten Plätzen begleiten. Gliniars ist Diplom-Biologe und seit 2012 wissenschaftlicher Leiter der Anlage, Steiner emeritierter Professor und früher Gartenbeauftragter der Universität Hohenheim.

Trotz des akademischen Hintergrunds der beiden Autoren, müssen die Leser keine Sorge vor komplizierten wissenschaftlichen Texten haben. Im Gegenteil. Die ersten zwanzig Seiten sind der Geschichte des Parks gewidmet – von seiner Gründung durch den Württembergischen Herzog Carl Eugen bis hin zur neuesten Ergänzung durch den „Landschaftsgarten“, der seit Ende der 90er Jahre das Gelände komplettiert. Anschließend schlendert man mit den Autoren vom Hohenheimer Schloss aus durch die verschiedenen Parkbereiche und wird dabei jeweils über die Besonderheiten informiert, wobei auch Denkmale, Kunstwerke und Aussichtspunkte gewürdigt werden.

Die Fotos zeigen keine Details von Knospen, Blättern oder Früchten. Vielmehr fangen sie atmosphärisch die vielfältigen Gartenlandschaften ein, die den Reiz des Parks ausmachen und verdeutlichen, wie attraktiv sich der Park zu jeder Jahreszeit zu präsentieren versteht.

„Es ist schwer, eine vergleichbare Anlage in Deutschland zu finden“, sagt Gliniars und verweist dabei auch auf die über 2500 verschiedenen Sorten von Bäumen und Gehölzen, die im Park angepflanzt sind. Eine Besonderheit ist der jahrhundertealte Baumbestand. Einige der Baumveteranen wurden bereits bei Anlage des Parks zu Carl Eugens Zeiten gepflanzt. Besucher kommen von weither, um diese Bäume in ihrer Altersform zu studieren.

Neben der Hauptaufgabe des Parks, Forschung und Lehre an der Uni zu dienen, geht Gliniars als Leiter der Anlage auch auf Besucher ein. Ihnen werden Thementage und Führungen angeboten. Der Besuch der Anlagen ist kostenlos und das ganze Jahr über möglich. Das Buch ist im Ulmer Verlag in der Reihe „Gartenreisen“ erschienen und kostet 19,90 Euro.

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