Spitzengespräch Kreis Göppingen soll in Verkehrsverbund integriert werden

Stuttgart / web 25.10.2017

Nach langen Verhandlungen haben die Landeshauptstadt und die vier Verbundlandkreise dem Landkreis Göppingen ein Angebot zur Vollintegration in den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) gemacht. Danach soll Göppingen bei der nach der Einwohnerzahl berechneten Umlage für Betrieb und Verwaltung ein Rabatt eingeräumt werden. Der Umlagesatz von 60 Prozent bedeutet nach Angaben des VVS eine Entlastung von einer Million Euro pro Jahr für den Landkreis.

Obwohl der Landkreis Göppingen von Anfang an dem Verband Region Stuttgart angehört, beteiligte er sich nicht wie die anderen Landkreise Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg, Rems-Murr und der Stadtkreis Stuttgart am öffentlichen Nahverkehrssystem der Region. Die 2014 beschlossene Teilintegration wirkte sich nur auf den Schienenverkehr aus. Fahrgäste kommen mit VVS-Fahrscheinen bis nach Geislingen/Steige, müssen dann aber einen weiteren Fahrschein lösen. Die Vollintegration scheiterte bisher an den Kosten. Allerdings ist die Interessenlage innerhalb des Landkreises unterschiedlich.

Bei dem Spitzengespräch unter der Moderation von Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) im Stuttgarter Rathaus waren die Vertreter der Verbundlandkreise gegenüber dem Landkreis Göppingen zu Zugeständnissen bereit. Das sei sehr erfreulich, sagte Thomas Leipnitz, der verkehrspolitische Sprecher der SPD in der Regionalversammlung. Jetzt muss der Landkreis Göppingen den Vorschlag bewerten und der Kreistag darüber eine Entscheidung treffen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel