Gastro-Tipp In der Küche treffen zwei Kulturen aufeinander

Sukan Phutsorn und Mathias Volz leiten zusammen mit ihrer Mutter das Restaurant.
Sukan Phutsorn und Mathias Volz leiten zusammen mit ihrer Mutter das Restaurant. © Foto: Rainer Lang
Stuttgart / Rainer Lang 08.11.2018

Die Mutter Nong Lak kocht so, wie sie es zu Hause in Thailand gelernt hat. Ihr Sohn Sukan Phutsorn ist dagegen in der Küche zum echten Schwaben geworden. Die beiden haben sich jetzt zusammengetan und bieten im wieder eröffneten Restaurant „Drei Mohren“ am Rande des Stuttgarter Bohnenviertels seit gut einem Vierteljahr eine Küche aus zwei Kulturen mit schwäbischer und auch thailändischer Karte.

Die Idee für das Konzept der interkulturellen Küche zu fairen Preisen stammt von der schwäbisch-thailändischen Familie – von Nong Lak und ihren beiden Söhnen Sukan Phutsorn und Mathias Volz. Alle drei waren bereits in der Gastronomie tätig und wollten endlich gemeinsam etwas Eigenes starten. Die Mutter brachte ihre Erfahrungen als Küchenchefin im thailändischen Restaurant Tiffany mit, Sohn Sukan hatte im Lindenhof in Stuttgart-Möhringen gekocht und Halbbruder Mathias, der Sommelier ist, war für die Sektkellerei Kessler tätig.

Das rustikal eingerichtete Lokal haben die neuen Pächter nach ihren Vorstellungen in nur acht Wochen größtenteils selbst renoviert. Im Gastraum haben sie das alte Mobiliar zwar belassen, aber neben der Bar eine moderne Lounge eingerichtet. Dadurch wurde der urige Charme auf angenehme Weise aufgefrischt und das urschwäbische Lokal „Drei Mohren“ als Restaurant und Bar wieder belebt.

Auf der schwäbischen Stammkarte sind Klassiker zu finden, wie der Zwiebelrostbraten (21,50 Euro), hausgemachte Maultaschen (10,20) oder Kässpätzle (11,40). Alle zwei Monate kommen neue saisonale Angebote hinzu, wie der Hirschkalbsbraten (16,80) oder die halbe Ente (18,90). Auf der thailändischen Karte sind auch Klassiker, wie frisch zubereitete Frühlingsrollen oder Saté-Spieße (6,50) zu finden.

Vorsicht bei scharfen Gerichten

Vorbild hierfür seien thailändische Garküchen, erklärt Volz. Deshalb ist auch bei scharfen Gerichten mit Chili aus Thailand Vorsicht angebracht. Suppen, Salate und Reisgerichte wie „Khao Pad“ mit verschiedenen Zutaten (ab 12,90 Euro) ergänzen das Angebot. Beim Mittagstisch stehen ein thailändisches und ein schwäbisches Gericht für je 7,90 Euro zur Wahl.

Volz ist für die Bar zuständig. Großen Wert legt der 26-Jährige auf hochwertige und regionale Weine. Seine Spezialität ist der thailändische Eistee, dem aus Thailand importierte Teeblätter einen intensiven Geschmack verleihen. Auch für die Cocktails holt er sich immer wieder Anregungen aus Thailand.

Info www.drei-mohren-stuttgart.de

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