Stuttgart / Dominique Leibbrand  Uhr

Vor rund sechs Monaten haben die Läden in der Einkaufsmeile „Fluxus“ dicht gemacht. Seither war es ruhig geworden in der Calwer Passage. Seit kurzer Zeit scheint sich etwas zu tun. Bauzäune sind um das Gebäude aufgestellt worden. Die Neugestaltung des Calwer Platzes und der Passage kommt jetzt ins Rollen.

Im Juli machte der geheime Hotspot für Stuttgarter dicht, zwei Monate später erteilte die Stadt die Baugenehmigung an den neuen Investor. Ferdinand Piëch Junior will auf dem Areal Neubauten errichten lassen. Es soll ein lebendiges Quartier mit Büros, Einzelhandel, Cafés und Wohnungen entstehen. An den Fassaden wird mit horizontaler und vertikaler Begrünung gearbeitet. Laut Piëch soll diese Maßnahme für Lärmverringerung, Verbesserung der Luftqualität und Kühlung durch Verdunstung sorgen.

Bis das moderne Gebäude aber steht, gehen noch zwei Jahre ins Land. So lange müssen Pendler, die über den Calwer Platz zur Straßenbahn oder S-Bahn gehen, sich einen neuen Weg suchen. Denn: Der Zugang vom Calwer Platz aus ist für die komplette Bauzeit gesperrt.

Werner Graf, Sprecher der Deutschen Bahn in Stuttgart, ist über diese Maßnahme nicht gerade erfreut. „Die Bahn hat nichts mit der Sperrung zu tun, das war der Investor“, sagt er. Zwar sei die Neugestaltung des Areals wichtig und ein positiver Impuls für die Stadt, jedoch bedeute die Sperrung auch eine Umstellung für Pendler.

Wer mit der Straßenbahn fährt, kann über die Passage „City Plaza“ oder in Richtung Königstraße/Gerber die Unterführung verlassen. Der Stuttgarter Bahn-Sprecher hat aber einen Tipp: „Wenn Sie nicht weit laufen wollen und direkt an der Calwer Passage rauskommen möchten, nehmen sie den Aufzug an der Straßenbahn-Haltestation.“ Jedoch sei der eigentlich für Menschen, die schlecht zu Fuß, mit Rollstuhl oder mit Kinderwagen unterwegs sind. Man müsse sich jetzt also daran gewöhnen, einen anderen Zugang zur Haltestation zu nehmen.