Nahverkehr In 45 Minuten ist die Batterie voll

Fritz Kuhn (r.) und Olivier Reppert testen den neuen Wagen.
Fritz Kuhn (r.) und Olivier Reppert testen den neuen Wagen. © Foto: Tilman Baur
Stuttgart / Tilman Baur 20.06.2018

Die vollelektrischen Smarts des Carsharing-Anbieters Car2Go, einer Daimler-Tochter, sind seit 2012 auf Stuttgarts Straßen unterwegs. Als Symbol für emissionsfreie Mobilität gehören sie mittlerweile fest zum Stadtbild. Nicht verwunderlich also, dass Oberbürgermeister Fritz Kuhn am Dienstag die Gelegenheit nutzte, um bei der Präsentation der neuen Smart-Generation auf dem Marienplatz persönlich dabei zu sein.

Stuttgart ist die erste und bislang einzige Stadt, in der die neue Modellreihe in der elektrischen Ausführung zum Einsatz kommt. Im Vergleich zu den Vorgängern hat sie einen entscheidenden Vorsprung: „Die neue Generation kann innerhalb von 45 Minuten voll aufgeladen werden“, sagte Olivier Reppert, Geschäftsführer von Car2Go.

Rund 125 000 Kunden

Möglich macht es ein 22 Kilowatt starker Schnellader. Das Vorgängermodell braucht vier Stunden für den Vorgang.  Panoramadach, Freisprechanlage, Sitzheizung und ein neues Navi-System gibt es obendrauf. Allein in Stuttgart hat Car2Go mittlerweile 125 000 Kunden, deutschlandweit sind es mehr als 900 000. „In Kombination mit dem öffentlichen Nahverkehr ist das eine sehr stadtkonforme Art, sich fortzubewegen“, sagte Fritz Kuhn.Sharing-Angebote seien ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu weniger Stau, Lärm und Luftschadstoffen.

Die Stadt werde auch den Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur vorantreiben, kündigte Kuhn an. Derzeit gibt es 380 Ladepunkte im Stadtgebiet. Die schnellere Ladezeit hat laut Car2Go zwei Vorteile: erstens stehen die Autos kürzer an der Ladesäule, so dass andere Fahrzeuge laden können. Zweitens sind die Smarts schneller wieder für Kunden verfügbar – de facto sind also mehr Fahrzeuge im Umlauf als mit der alten Generation.

Die Stuttgarter Flotte werde derzeit komplett ausgetauscht, so dass zum Ende des Sommers nur noch neue Fahrzeuge unterwegs sind, sagte Olivier Reppert. An der Flottengröße ändert sich unterdessen nichts: Weiterhin werden 500 Elektro-Smarts und 50 B-Klassen-Mercedes unterwegs sein.

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