Studie IHK: Region bleibt für Handel attraktiv

Stuttgarter Händler freuen sich über hohe Erlöse.
Stuttgarter Händler freuen sich über hohe Erlöse. © Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Stuttgart / eb 10.08.2018

Trotz Dauerstaus und der Diskussion um Fahrverbote behauptet sich die Region Stuttgart als einer der attraktivsten Handelsstandorte in Deutschland. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK). Die Einwohner der wirtschaftsstarken Region verfügten demnach in diesem Jahr über eine einzelhandelsrelevante Kaufkraft von 21 Milliarden Euro. Das entspreche mehr als einem Viertel des gesamten Kaufkraftvolumens im Land, so die IHK.

17,4 Milliarden Euro der regionalen Kaufkraft fließen in den stationären Einzelhandel, der Rest kommt laut IHK vor allem dem Online- und Versandhandel zugute beziehungsweise wird außerhalb der Region ausgegeben. Weil der Einzelhandel ein bedeutender Faktor für die Attraktivität einer Stadt sei, müssten Politik und Verwaltung für die Händler stärker die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, fordert IHK-Präsidentin Marjoke Breuning. „Umfassende Verkehrsbeschränkungen, großflächige Ansiedlungen von Einkaufszentren in Randlagen oder ein Übermaß an Bürokratie gefährden den Erfolg der Einzelhandelsbetriebe.“

Verkehr macht Probleme

Einzelne Städte in der Region verzeichnen offenbar besonders hohe Kaufkraftzuflüsse. Dabei handelt es sich um Sindelfingen, Backnang, Ludwigsburg und Göppingen. „Dort erzielt der stationäre Einzelhandel Umsätze, die deutlich über der örtlichen Kaufkraft liegen, weil auch in erheblichem Umfang Kaufkraft aus umliegenden Gemeinden in diese Standorte fließt“, so die IHK.

Die Einzelhandelsbetriebe in Stuttgart machen mit einem Erlös von 5,3 Milliarden Euro im stationären Handel den größten Teil des regionalen Umsatzes aus. Die Landeshauptstadt sei immer stärker Ziel von Kunden aus anderen Bundesländern und dem Ausland, so Breuning. Mit Blick auf die Zentralitätskennziffer liegt Stuttgart im regionalen Vergleich allerdings nur im Mittelfeld. Die Ziffer beschreibt das Verhältnis des Umsatzes im stationären Einzelhandel vor Ort zur vorhandenen Kaufkraft. Der Stuttgarter Wert beträgt 122 (der Sindelfinger zum Vergleich 170,3). Ursache ist laut Breuning die Verkehrssituation.

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