Studie IHK: Kommunen sollen besser wirtschaften

Ruft die Kommunen in der Region auf, Maß zu halten: IHK-Geschäftsführer Andreas Richter.
Ruft die Kommunen in der Region auf, Maß zu halten: IHK-Geschäftsführer Andreas Richter. © Foto: IHK
Jürgen Schmidt 07.09.2017
Die IHK Region Stuttgart kritisiert, dass viele Kreisstädte trotz steigender Einnahmen Schulden machen.

Die meisten größeren Städte in der Region Stuttgart haben heuer mehr Einnahmen aus Steuern und Zuweisungen zur Verfügung als in den Vorjahren. Das nimmt man in der heimischen Wirtschaft erfreut zur Kenntnis, weil das „die Voraussetzung ist für gute strukturelle Rahmenbedingungen der Unternehmen ist“,  sagt Andreas Richter, Hauptgeschäftsführer der regionalen Industrie- und Handelskammer (IHK). Das bedeutet aber nicht, dass die Kammer mit dem Finanzgebaren der Großen Kreisstädte zufrieden ist. Sauer stößt ihr vor allem auf, dass trotz Rekordeinnahmen in vielen Städten die Verschuldung steigt und in einigen sogar die Gewebesteuerhebesätze erhöht wurden.

Dieser Satz ist laut einer neuen IHK-Studie in Böblingen, Esslingen, Kornwestheim, Leinfelden-Echterdingen und Ludwigsburg angehoben worden. Da 2016 schon Fellbach, Kirchheim/Teck, Weinstadt und Herrenberg die Sätze erhöht hätten, sei innerhalb von zwei Jahren in einem Drittel der Städte die Belastung für die Firmen erhöht worden, moniert IHK-Chef Richter. Dafür habe die Wirtschaft kein Verständnis. Das gelte auch für die zunehmende Verschuldung einiger Städte. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist im Durchschnitt von 1114 auf 1271 Euro in den Großen Kreisstädten der Region gestiegen. Nur Bietigheim-Bissingen kommt ohne fremdes Kapital aus. Richter: „Trotz aller Euphorie“ mit Blick auf Steuereinnahmen gelte es, „Maß zu halten“.