Für die nächste Ausgabe der Automesse IAA im kommenden Jahr hat in Berlin die Standortauswahl begonnen. Bis Freitag wollen sieben deutsche Messestädte ihre Bewerbungen beim Verband der Automobilindustrie vorstellen. Zum Auftakt präsentierte am Donnerstag Hannover sein Konzept vor den Branchenvertretern. Auch Berlin, Hamburg und Stuttgart standen auf dem Programm. Am Freitag sollen Frankfurt, Köln und München folgen. Die Präsentationen sind nicht öffentlich.

Stuttgart biete „ideales Ökosystem“

Der Wirtschaftsrat in Baden-Württemberg spricht sich ausdrücklich dafür aus, die IAA zukünftig nach Stuttgart zu holen. „Für den Automobil- und Messestandort Stuttgart ist die Ausrichtung der IAA eine großartige Möglichkeit“, wird Joachim Rudolf, der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates in Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung des Landesverbands zitiert. Es gelte, im Land ein Zeichen für Technologieoffenheit und Innovation zu setzen, so Rudolf weiter. Unabhängig vom zukünftigen Mobilitätsmix von alternativen und herkömmlichen Antrieben müsse Baden-Württemberg seine Stellung als Vorreiter im Mobilitätssektor aufrechterhalten. Die IAA bringe alle zwei Jahre die wichtigsten Innovationen in der Branche an einem Platz zusammen. Die Infrastruktur von Herstellern und Zulieferern in der Region sei dafür ein ideales Ökosystem.

Entscheidung im Februar

Bis Ende Januar will der VDA-Vorstand entscheiden, mit welchen Städten er engere Gespräche und Vertragsverhandlungen aufnehmen will. Der Vorstand tritt am Mittwoch wieder zusammen. Welche Stadt das Rennen macht, soll dann in den nächsten Monaten feststehen.

Nach dem Misserfolg bei Publikum und Veranstaltern im vergangenen Jahr in Frankfurt soll sich die Leistungsschau der Industrie in eine Mobilitätsplattform wandeln, möglicherweise auch an einem neuen Ort.