Gastro-Tipp Hobby-Bäckerinnen liefern Kuchen-Spezialitäten

Evita Hamon leitet das „Café Kauz“.
Evita Hamon leitet das „Café Kauz“. © Foto: Ingrid Sachsenmaier
Ingrid Sachsenmaier 28.12.2017

Die fluffige Pflümli-Torte ist von Alex, die geschichtete Aprikosen-Stracciatella-Torte von Franka. Die 16-jährige Schülerin ist begeisterte Hobby-Bäckerin und gehört zum „Back-Team“ im „Café Kauz“ in Esslingen. Ihre Torte sieht aus wie vom Profi – perfekt dekoriert und mit mehreren Schichten. „Jeden Tag sind andere Leute bei mir in der Backstube“, verrät  Evita Hamon. Sie ist die Chefin des  Cafés.

Die Idee, andere Leute bei sich in die komplett ausgestattete kleine Küche zu lassen, stammt von ihr. Als die 39-Jährige den Weg in die Selbstständigkeit und zum eigenen Café  anging, war ihr klar, dass sie besondere Kuchen anbieten würde, keine aus der Großbäckerei. Bei den Zutaten achtet sie auf Bio-Qualität und regionale Herkunft, bei der Kuchenauswahl mischt sie sich nicht ein.

Die Hobby-Bäckerinnen lassen ihr immer ein paar Tage vorher die  Zutatenliste zukommen, Evita Hamon geht dann selbst einkaufen. Das Backen überlässt sie aber komplett den jeweiligen Bäckerinnen – zum Beispiel der rüstigen Rentnerin, einer Software-Ingenieurin oder eben der Schülerin Franka. Bezahlt werden die „Hobby-Bäckerinnen“ nach Stunden. Ein Mann hat sich übrigens noch nicht gemeldet.

Die Kuchenauswahl im „Café Kauz“ ist also immer eine Überraschung, man weiß nie, was auf der Theke steht. Außergewöhnlich sind die Kuchen freilich immer. Fester Bestandteil im Kauz sind die Pralinen von Beate M. Bientzle aus deren Manufaktur in Lenningen – und natürlich das Frühstück mit regionalen Produkten. Das kleine kostet 7,90, das große 13,90 Euro, Kaffee geht extra.

Die Einrichtung im „Kauz“ ist heimelig, mit nordischem Akzent. An den beiden Wasserbehältern auf der weißgekachelten Theke kann sich jeder kostenlos bedienen. Von den meisten der rund 30 Plätzen schaut man direkt auf die Weinberge. Viele kannten Evita Hsamon schon vom Esslinger Wochenmarkt.

Dort verwöhnte sie viereinhalb Jahre lang die Menschen mit ihren Kaffee-Variationen. Dann übernahm sie das ehemalige Café „Mamasita“.

 Info www.cafe-kauz.de