Gastro-Tipp Hier gibt es in Stuttgart ausgefallenes Eis

Manuel Klimesch (links) und Claudio Estasi.
Manuel Klimesch (links) und Claudio Estasi. © Foto: Ferdinando Iannone
Stuttgart / Rainer Lang 23.08.2018

Schon seit langem hatten die beiden jungen Stuttgarter den Traum, gemeinsam ein Geschäft aufzumachen. Drei Jahre ist es nun her, dass Claudio Estasi und Tim Schaber die Idee mit dem Eis in den Sinn kam. Dabei wollten die Freunde nichts Gewöhnliches anbieten, sie dachten vielmehr an besondere Eiskreationen – ohne künstliche Zusatzstoffe und Aromen. In ihrer „Eisküche“ entstehen spezielle Sorten. „Es ist ein ehrliches Eis mit hochwertigen Zutaten“, sagt Geschäftsführer Estasi. Dunkles Schokoeis, Erdnuss-Crunch, Vanille mit Brownies, Erdbeer-Minze oder Pistazie mit Mohn-Marzipan sind ein Ausschnitt des Angebots von „Claus Eismanufaktur & Deli“.

Mit nur 35 Plätzen starteten Estasi und Schaber im vergangenen Jahr in der Tübinger Straße. Inzwischen sind im Außenbereich mehr als 100 Plätze dazu gekommen. „Am Anfang mussten wir immer wieder Leute wegschicken“, erinnert sich Estasi. Ihr erfolgreiches Konzept hat sich auch außerhalb der Stadtgrenze herumgesprochen. Ende vergangenen Jahres kam eine Anfrage der Stadt Karlsruhe, wo die Stuttgarter im renovierten Technischen Rathaus demnächst eine weitere Filiale eröffnen.

Anfangs waren sich die frisch gebackenen Gastronomen gar nicht so sicher, ob ihr Geschäftsmodell funktioniert. Zunächst legten sich Estasi, von Beruf Industriekaufmann, und sein Freund Schaber, studierter Marketingexperte, nach Ende ihrer Ausbildung einen Eiswagen zu und klapperten Streetfood-Festivals ab. Die Resonanz war so gut, dass sie sich bald nach einem Lokal umschauten. In der Tübinger Straße an der Paulinenbrücke wurden sie 2017 fündig. Dass der Gastraum trotz verglaster Front und Betonwänden nicht kühl wirkt, liegt an den schönen Holztischen und den witzigen Details, wie dem aus Eistüten gestalteten Wandschmuck. Damit die beiden ihr Lokal nicht nur im Sommer betreiben können, haben sie ihr Angebot um Cocktails und kleine Gerichte ergänzt.

Beraten wurden sie von zwei Köchen mit Erfahrungen aus der Sterneküche. Inzwischen sind Tim Schabers Bruder Julian und Manuel Klimesch voll in den Betrieb eingestiegen. Die Gerichte orientieren sich am Trend zu gesunder Kost und Superfood, sagt Klimesch, der den Betrieb in Stuttgart leitet. Avocados, Acai-Beeren, Chiasamen, Quinoa oder Nüsse gehören zu den Zutaten der Salate, Stullen und Bowls, die zwischen vier und neun Euro kosten.

Info www.claus-stuttgart.de

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