Seine Frau nennt ihn einfach Andy. Das sei für die deutschen Gäste leichter auszusprechen, erzählt Tuan anh Le. Er und Gattin Thuy Ngyuen kommen ursprünglich aus Vietnam, leben aber seit vielen Jahren in Stuttgart und lieben die japanische Küche. Ein Sushi-Restaurant zu eröffnen, war für das Paar daher naheliegend. Seit zwei Jahren betreiben die Eheleute das „Sushi Le“ im Zentrum von Stuttgart-Bad- Cannstatt.

Die schwäbischen Anklänge im Namen sind nicht zufällig. „Zunächst habe ich an Le Sushi gedacht“, erzählt Andy. Aber ein Bekannter habe vorgeschlagen, den Nachnamen nach hinten zu stellen, dann klinge das wie die schwäbische Variante von Sushi – eben kleines Sushi, berichtet der Gastronom lachend.

Klein hat er auch begonnen im Jahr 2014. Gerade mal 30 Plätze hatte das von außen ziemlich unscheinbar wirkende Lokal. Vor zwei Monaten sind 30 weitere Plätze dazugekommen, nachdem angrenzende Räume frei geworden waren. Dies war auch nötig. Bei den Geschäftsleuten in der Umgebung hatte es sich schnell herumgesprochen, dass es im „Sushi Le“ einen preisgünstigen und frisch zubereiteten Mittagstisch gibt. Der liegt zwischen 6,50 und 9,50 Euro. Inzwischen ist das Lokal aber auch weit über Bad Cannstatt hinaus bekannt.

Schließlich ist das Angebot vielfältig. Auf der Karte kann man zwischen mehr als 120 Sushi-Variationen wählen. Diese gibt es auch als Mischung in Sushi-Menüs, die zwischen 9,50 und 18,50 Euro kosten. Spezialität des Hauses sind panierte Maki-Rollen. Andy verrät, dies habe er sich von einem amerikanischen Sushi-Meister abgeschaut. Gerne mixt er auch asiatische und europäische Küche und bietet zum Beispiel Sushi mit Trüffelsauce an.

Der Gastronom legt Wert auf gute Zutaten. Fisch wird zwei Mal in der Woche frisch geliefert. Für Sushi müsse dieser von bester Qualität sein, betont Andy. Eigentlich ist der Vietnamese studierter Maschinenbauer. Sein Studium hat er in der früheren Tschechoslowakei abgeschlossen. Als er Anfang der 90er Jahre nach Stuttgart kam, wechselte er in die Gastronomie. Dort lernte er auch seine Frau kennen, die seit den 70er Jahren in Deutschland lebt.

Fasziniert hat den Restaurantbetreiber die Sushi-Küche schon immer. Die Zubereitung sei eine Kunst für sich, schwärmt der 49-Jährige. Bevor er das eigene Lokal eröffnete, belegte er Kurse und schaute sich in ganz Deutschland bei Sushi-Meistern um. Mittlerweile hat er selbst zwei Sushi-Meister angestellt, die man hinter der Theke beim Zubereiten der Reisrollen beobachten kann.

Nach der Erweiterung des Gastraums bietet das „Sushi Le“ übrigens eine größere Auswahl aus der asiatischen Küche an. Zur japanischen Küche sind Gerichte aus Vietnam und China gekommen.

www.sushi-le-stuttgart.de