Im Zuständigkeitsbereich des Württembergischen Fußballverbands (wfv) ist es am vergangenen Spieltag zu umstrittenen Torjubeln wie bei der türkischen Fußball-Nationalmannschaft gekommen. Mit dem militärischen Gruß bekunden die Spieler ihre Solidarität mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und unterstützen dessen Militäreinsatz in Nordsyrien. „Wir haben heute Kenntnis erlangt von zwei Vorfällen bei Spielen am Wochenende“, sagte wfv-Sprecher Heiner Baumeister der Deutschen Presse-Agentur. „Dass es Fälle gab bei uns, das ist unstrittig.“

Was genau passiert sei, müsse noch herausgefunden werden, sagte Baumeister. Auch, ob und wie es zu Sanktionen komme sei noch unklar. Dazu bekämen alle Beteiligten Gelegenheit zur Stellungnahme, erklärte der Sprecher.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hatte am Dienstag angekündigt, Nachahmer des türkischen Fußball-Profis Cenk Tosun künftig vor das Sportgericht zu zitieren. Ein Salut-Jubel, wie ihn Tosun im Länderspiel gegen Albanien gezeigt hatte, werde nicht toleriert, teilte der BFV auf seiner Homepage mit. Neben Tosun hatten mehrere türkische Nationalspieler gegen Albanien und am Montag gegen Frankreich salutiert.

Auch der wfv überlegt, die Vereine in Württemberg schriftlich vorzuwarnen. „Das behalten wir uns vor für das kommende Wochenende, das noch zu machen“, sagte Baumeister. „Die Schiedsrichter werden sich sicher angesichts des Themas entsprechend vorbereiten.“

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