Freizeit Flughafen fasziniert Klein und Groß

In Spielzeugmodellen kurven die Kinder durch den Parcours.
In Spielzeugmodellen kurven die Kinder durch den Parcours. © Foto: Jürgen Schmidt
Stuttgart / Jürgen Schmidt 13.08.2018

Auch Pilotenstreiks oder die Forderung von Umweltschützern nach klimafreundlicheren Urlaubsreisen können der Begeisterung fürs Fliegen nichts anhaben. Davon profitiert auch das Kinderfest des Flughafens Stuttgart, dass in diesem Jahr nach Einschätzung der Polizei knapp 20 000 Besucher auf die Fildern lockte. Im vergangenen Jahr waren es über 25 000 Gäste.

Schon am Mittag zum Start pilgerten viele Familien zum Parkplatz 5 beim Terminal 1, wo Spiel und Sport angeboten wurde. Vor den begehrtesten Attraktionen, wie der Parcours für Mini-Piloten, wo sie Tret-Flugzeuge über eine Startbahn steuerten,  bildeten sich lange Schlangen. Und manches Kind konnte die Kettcars mit Flugzeugoptik nicht alleine fortbewegen, Mutter oder Vater mussten schieben.

Überhaupt die Eltern: Sie waren in vielen Familien offenbar die treibenden Kraft für den Besuch auf dem Flughafen, wie sich auf der Besucherterrasse zeigte. Da nahmen Väter ihre Kleinkinder auf den Arm, um sie in einen der ausgestellten Flugzeug-Oldtimer schauen zu lassen. Am Zaun mit Blick aufs Rollfeld machten Eltern ihren halbwüchsigen Nachwuchs auf die dritte Landung innerhalb von fünf Minuten aufmerksam, was dieser mit leicht genervtem Seufzen quittierte. Das Kinderfest bietet neben Action auch Einblicke in den Alltag des Airports, etwa bei Rundfahrten auf dem Vorfeld. Auch die Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Bundespolizei stellten ihre Arbeit vor, ließen Kinder in Dienstfahrzeuge klettern und erklärten, wie diese funktionieren.

Eher an die erwachsenen Besucher wandte sich der Zoll mit seinem Infostand, auch wenn manche Kinder die Ausstellungstücke aus der Asservatenkammer – von der Schlangenlederhandtasche, über einen Schildkrötenpanzer bis zum fossilen Tierschädel – neugierig musterten.

Der Zoll will aufklären, welche Dinge als Urlaubsmitbringsel  keinesfalls infrage kommen, weil für sie ein Einfuhrverbot besteht. Dazu gelten nicht nur Gegenstände, die unter Artenschutzbestimmungen fallen, sondern auch Plagiate bekannter Markenprodukte.

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