Stuttgart Feuerwehreinsatz für die Fische im Max-Eyth-See

Die Feuerwehr hat verhindert, dass der Max-Eyth-See kippt.
Die Feuerwehr hat verhindert, dass der Max-Eyth-See kippt. © Foto: Seitz
Stuttgart / Daniel Grupp 02.08.2018
Die Feuerwehr konnte verhindern, dass das Gewässer kippt. Dennoch starben hunderte Fische im sauerstoffarmen Wasser.

Die Feuerwehr musste an den Max-Eyth-See ausrücken, um zu verhindern, dass der See biologisch umkippt. Messungen hatten am Donnerstag ergeben, dass der Sauerstoffgehalt über Nacht stark gesunken ist. Auch trieben schon tote Fische im See. Der Einsatz war offenbar erfolgreich. Die Werte werden laut einer Mitteilung der Stadt wieder besser.

Am Donnerstagvormittag hat die Feuerwehr Wasser entnommen und wieder so in den See gespritzt, dass dabei viel Luftsauerstoff hinzukommt. Zudem erhält der See frisches Quellwasser. Alexander Gass vom Tiefbauamt sagte: „Durch das Eingreifen der Feuerwehr steigen die Sauerstoffwerte wieder.“ Er erwartet, dass am Nachmittag die Sauerstoffproduktion der Algen ausreicht, um den See zu stabilisieren.

Vor allem kleine Fische starben

Aufgrund der hohen Temperaturen haben sich im Max-Eyth-See verstärkt Algen gebildet. Vermutlich sind viele in der Nacht auf Donnerstag abgestorben. Dadurch wurde mehr Sauerstoff durch die Verrottung der Algen verbraucht als tagsüber durch Algen gebildet wird. Deswegen sank der Sauerstoffgehalt. Meist kleine Fische, die zusammen ein Gewicht von etwa 30 Kilogramm haben, seien verendet. Vor drei Jahren sind bei einer ähnlicher Situation im See etwa eine Tonne Fische verendet.

Stadt versucht, Wasserqualität zu verbessern

Die Stadt hat in den vergangenen Jahren versucht, die Wasserqualität des Sees zu verbessern. Zum Beispiel wurden Quellwasser zugeführt, die Schleuse zum Neckar geschlossen und eine Flachwasserzone geschaffen. Dies habe die Situation bereits verbessert. Trotzdem lasse sich das plötzliche Absinken des Sauerstoffgehalts nicht zuverlässig verhindern, so die Stadt.

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