Wilhelma Stuttgart Eisbärin stirbt an Lebertumor

Ein Bild aus glücklichen Zeiten: Corinna (links) und Wilbär beim Toben im Gehege.
Ein Bild aus glücklichen Zeiten: Corinna (links) und Wilbär beim Toben im Gehege. © Foto: Marco Cini
Stuttgart / Daniel Grupp 23.07.2018

Die Eisbärin Corinna, ein Publikumsliebling der  Wilhelma, ist vermutlich an einem Lebertumor gestorben. Das habe eine erste Untersuchung der 28 Jahre alten Bärin ergeben, berichtet Ulrike Rademacher. Corinna sei am Samstagmorgen tot im Außenbereich ihres Geheges gefunden worden, ergänzt die Raubtier-Kuratorin des zoologisch-botanischen Gartens. Die im Dezember 1989 geborene Corinna war im fortgeschrittenen Alter. Auch im Zoo würden Eisbären selten älter als 30 Jahre, erklärt die Kuratorin. Von dem Tumor sei nichts bekannt gewesen, jedoch habe die Wilhelma damit rechnen müssen, dass Corinna nur noch einige Jahre leben wird.

Die Eisbärin wurde im Kopenhagener Zoo geboren und lebte seit 1990 in Stuttgart. 2007 war sie bekannt geworden, als sie den Eisbär-Jungen Wilbär zur Welt brachte. Der Stuttgarter Zoo hat danach vergeblich auf weiteren Nachwuchs gehofft.

Wilbärs Vater Anton starb vor vier Jahren. Er hatte eine Jacke und einen Rucksack, die ins Gehege gefallen waren, im Magen. Wilbär lebt jetzt im Bärengehege in Orsa in Schweden. Er wiege 500 Kilogramm und habe zwei Weibchen, schildert Rademacher: „Wilbär geht es gut.“

Wie die verwaiste Eisbärenanlage künftig genutzt wird, ist offen. Der Zoo ist laut Rademacher bemüht, wieder Eisbären zu bekommen. „Wir müssen ins Zuchtbuch schauen, was möglich ist.“

Wilhelma-Pressesprecher Harald Knitter schließt aber nicht aus, dass das Gehege, das vom Rosensteinpark gut zu sehen ist,  auch anderweitig genutzt wird. Die Eisbären gehören nach Knitters  Einschätzung zu den bei Gästen beliebtesten Tieren. Mit einem Besuchereinbruch rechnet er aber nicht. Es gebe immer wieder Wechsel bei den Tieren. Zum Beispiel leben im früheren Flusspferdgehege jetzt Schabracken-Tapire. „Wir hatten einige Jahre keine Löwen“, sagt der Wilhelma-Sprecher. Neun Jahre lang war die löwenfreie Phase. Der Zoo merke aber, „dass wir wieder Löwen haben“.

Demnächst wird die Wilhelma wieder einen Jaguar bekommen, kündigt Rademacher an. Die Raubkatze bekommt das Gehege, in dem die Schneeleoparden untergebracht waren, während deren neues Zuhause gebaut wurde.

Zu den Besucherlieblingen zählen auch die betagten Elefantendamen Parma und Zella. Knitter: „Wir hoffen, dass sie noch ein paar Jahre bei uns bleiben“. Womöglich können die beiden indischen Elefantenkühe sogar in die große Anlage umziehen, die in den nächsten Jahren für die Dickhäuter entstehen soll.

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