Gastro-Tipp Eine kulinarische Reise um die Welt

Nicole und Patrick Domon leiten das Restaurant „Schwanen“.
Nicole und Patrick Domon leiten das Restaurant „Schwanen“. © Foto: Ferdinando Iannone
Köngen / Rainer Lang 06.09.2018

Eigentlich war der Umbau gar nicht geplant. Nachdem sich die Domons jedoch entschieden hatten, neben ihrem Hotel mitten in Köngen bei Esslingen einen modernen Erweiterungsbau zu errichten,  kam ihnen das Restaurant im Haupthaus vergleichsweise altbacken vor.

Daraufhin erhielt das einst im Landhausstil eingerichtete Lokal in nur elf Wochen ein völlig neues Gesicht. Lediglich die Anzahl der 85 Plätze blieb gleich. Bodentiefe Fenster, ein Steinboden im Eichenholzdesign, bequeme Sessel aus Italien und dunkle Holztische geben nun den Räumlichkeiten eine edle Note.

„Wir wollten ein jüngeres Publikum ansprechen, aber unsere älteren Gäste nicht vergraulen“, erläutert Nicole Domon. Der etwas abseits der Zentren gelegene „Schwanen“ hat sich längst vom Landgasthaus zum gehobenen Restaurant entwickelt. Gesorgt hat dafür der 54-Jährige Schweizer Patrick Domon, der internationale Erfahrung – vor allem aus Asien – mitgebracht hat. Seine Frau lernte er 1996 im Genfer Hotel „Interconti“ kennen und kam drei Jahre später mit ihr nach Köngen.

Inzwischen kocht er vor allem schwäbische Gerichte. Aber auch ein Rib-Eye-Steak mit Süßkartoffel-Pommes (23,90 Euro) steht auf der Karte. Traditionelle Gerichte, vom Rostbraten bis zu Kalbsleber und Kalbsnieren, werden ergänzt durch saisonale Angebote, wie Pfifferlinge. Wer will, kann sich ein Drei-Gang-Menü zusammenstellen (35,90). Das Spektrum im Bistro reicht vom Bauernrostbraten (18,90) bis zu kleinen Gerichten. Und „für die, die nix wellet!“ gibt es auch Fingerfood.

Da Patrick Domon von seiner Leidenschaft für die asiatische Küche nicht lassen konnte, hat er im Schwanen die „Thaiwochen“ eingeführt. Diese sind mittlerweile so nachgefragt, dass sie zwei Mal im Jahr angeboten werden. In diesem Jahr ist das Kulturprogramm so umfangreich wie nie. Im Oktober kommt zum Beispiel der schwäbische Kabarettist Michael Link und im November der Zauberkünstler „Topas“. Serviert wird dazu ein Vier-Gang-Menü.

Nicole Domons Großeltern kamen 1937 nach Köngen. Ihren Betrieb führten die Eltern weiter, den die Tochter und ihr Mann 2009 übernahmen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel