Kino Einblicke in fremde Welten

Geister- und Gruselgeschichten laden bei den Stuttgarter Kinderfilmtagen zum Mitfiebern ein.
Geister- und Gruselgeschichten laden bei den Stuttgarter Kinderfilmtagen zum Mitfiebern ein. © Foto: Khakimullin Aleksandr/Shutterstock
Stuttgart / Melissa Seitz 12.01.2019

Froschperspektive – noch nie gehört? Elisa, Carlotta und Linus können erklären, was es damit auf sich hat. Im Detail. Die drei Schüler im Alter zwischen 11 und 13 Jahren sind Experten, wenn es um Film-, Schnitt- und Aufnahmetechniken geht. Denn sie sind Teil der Jury, die bei den Stuttgarter Kinderfilmtagen unter sechs Filmen einen Gewinner küren.

Unter dem Motto „Filme, die Welten öffnen“ werden vom 15. bis 20. Januar verschiedene Streifen im Metropolkino oder am Treffpunkt Rotebühlplatz gezeigt. Roland Kohm, zuständig für Medien und Bildung im Evangelischen Medienhaus, und Iris Loos, Fachbereichsleiterin Treffpunkt Kinder, haben unter 300 Filmen die besten herausgesucht. „Das war gar nicht so leicht, aber man entwickelt dafür ein Händchen“, verrät Loos. „Ich habe viele Filme auch mit Kindern zusammen angeschaut und mich von den Reaktionen selbst überzeugt.“ Die Auswahl ist gefallen und sie lässt sich in drei Kategorien unterteilen: Wettbewerbsfilme, Grusel-Filme und Trickfilme.

Die Wettbewerbsfilme haben eins gemeinsam: Sie entführen die Kinder in andere Länder, Zeiten und Kulturen. Die Produktionen stammen unter anderem aus Island, Kenia, Kanada oder Schweden. „Es sind Geschichten über Kinder für Kinder“, erklärt Loos. Es geht zum Beispiel um Team-Zusammenhalt in einem Fußballverein, um Geschwisterliebe und um eine abenteuerliche Entdeckungsreise. Elisa, Carlotta und Linus und die anderen Jurymitglieder haben die Qual der Wahl und müssen den Siegerfilm kühren, der mit 1000 Euro prämiert wird.

Lernen, wie man Ängste bekämpft, sie zulässt und damit umzugehen lernt, finden Kinder bei den Grusel- und Geisterfilmen heraus. Im Programm sind auch Trickfilme für die ganz kleinen Zuschauer. Wer dadurch inspiriert wurde, kann sich am Familien-Medientag, am Sonntag, 20. Januar, mal selbst an einem Trickfilm versuchen.

Eins wird bei allen Filmen deutlich: „Es handelt sich nicht nur um Unterhaltungskino. Die Filme bewegen, regen zum Denken an und fordern die Kinder“, sagt Krohm. So zum Beispiel der Eröffnungsfilm am 15. Januar, der sich um ein todkrankes Mädchen dreht. „Über solche Themen muss gesprochen werden“, sagt er. Um das Gesehene zu verarbeiten, gibt es an diesem Tag eine Gesprächsrunde mit einer Pädagogin.

Info Wo welche Filme gezeigt werden, steht im Internet auf der Homepage stuttgarter-kinderfilmtage.de.

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