Beratung Durch prekäre Jobs in die Schuldenfalle

Esslingen / web 28.08.2018

In der Bilanz der Schuldenberatung im Landkreis Esslingen für das Jahr 2017 macht sich ein neuer Trend bemerkbar. Demnach haben erstmals mit 185 Personen mehr Menschen Rat gesucht, die durch schlecht bezahlte Jobs in die Überschuldung geraten sind als solche, die durch Arbeitslosigkeit oder reduzierte Arbeit ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten (166 Personen).

Einkommensarmut gehört nach wie vor zu den fünf Hauptursachen der Überschuldung. Weitere häufige Ursachen sind Arbeitslosigkeit oder reduzierte Arbeit, Krankheit, Scheidung und Trennung sowie gescheiterte Selbständigkeit. 

Von den 582 Personen, die langfristig beraten worden waren, sind die Alleinstehenden mit 386 Personen alleinstehend. Hoch ist nach der Bilanz nach wie vor die Zahl der älteren Überschuldeten ab 60 Jahren.   Viele Faktoren, so das sinkende Rentenniveau, weisen nach Mitteilung des Landratsamts auch in Zukunft auf eine steigende Ver- und Überschuldung im Alter hin.

Bundesweit steigt trotz der guten wirtschaftlichen Lage die Zahl der überschuldeten Privatpersonen. Dieser Trend ist auch im Landkreis Esslingen zu beobachten. 2004 waren  hier 26 000 Personen überschuldet. 2017 wurden 32 000 Menschen mit Überschuldung registriert. Das bedeutet eine Zunahme von fast einem Viertel. Im Landkreis gibt es an fünf Standorten Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen

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