Auszeichnung Doppelter Grund zum Feiern

Walter Sittler mit Filmbüro-Geschäftsführer Oliver Mahn.
Walter Sittler mit Filmbüro-Geschäftsführer Oliver Mahn. © Foto: Jürgen Schmidt
Stuttgart / Jürgen Schmidt 07.12.2018

Er war schon TV-Serien-Arzt, ist Fernsehkommissar, aber auch Theaterschauspieler, Dokumentarfilm-Produzent und liest Erich Kästner und Dieter Hildebrandt. Seit Mittwochabend ist Walter Sittler auch Träger des Baden-Württembergischen Ehrenfilmpreises. Der wurde dem TV-Star aus Stuttgart zum Auftakt der diesjährigen Filmschau Baden-Württemberg im Stuttgarter Metropol-Kino verliehen.

Gewöhnlich vergibt das Filmbüro Baden-Württemberg die Auszeichnung zusammen mit den anderen Preisen erst am Ende des Festivals, doch am Sonntag steht Sittler mit seinem Dieter-Hildebrandt-Programm im niedersächsischen Nienburg auf der Bühne. Dass die Zeremonie auf Mittwoch vorgezogen wurde, gab Sittler doppelt Grund zum Feiern. Denn an diesem Tag feierte der Schauspieler auch Geburtstag, seinen 66. Es sei doch für einen Schwaben nicht das Schlechteste, wenn das Filmbüro die Geburtstagsfeier bezahle, kommentierte Kulturbürgermeister Fabian Mayer die Duplizität der Ereignisse launig.

Als Schwabe sieht sich der in Chicago geborene Sittler indes auch nach 30 Jahren in Stuttgart nicht. Dass er aber nun in dieser Stadt ausgezeichnet werde, freue ihn aber besonders – und er zeigte sich überrascht. Seine Frau, die Dokumentarfilmerin Sigrid Klausmann, unterstrich: „Er hat ihn absolut verdient, schließlich schenkt er den Menschen so viel Freude.“ Verdient habe Walter Sittler den Ehrenfilmpreis nicht nur wegen seiner darstellerischen Leistungen, sondern auch wegen seines Engagements als Bürger, betonte sein Laudator, der ehemalige ARD-Journalist und Tagesthemenmoderator, Thomas Roth. Das betrifft sowohl die Dokumentarfilm-Projekte des Ehepaars wie auch Sittlers Teilnahme an den Protesten gegen Stuttgart 21.

Bei der 24. Filmschau Baden-Württemberg werden bis Sonntag 100 aktuelle Filme aus dem Ländle gezeigt, die in fünf Kategorien um die Filmpreise des Landes konkurrieren. Zur Eröffnung waren die Regisseure und Produzenten des Auftaktfilms „Kill me today. Tomorrow I‘m sick“, Joachim Schroeder und Tobias Streck, sowie der Schauspieler Sigfried Zimmerschied gekommen.

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