Portrait Die Magie und die Bühne sind seine Welt

Der gebürtige Schweizer Sven Spacey.
Der gebürtige Schweizer Sven Spacey. © Foto: imagicians
Bondorf / Nadja Otterbach 22.08.2018

Vier Jahre lang war er als Tourmanager von Popstar DJ Bobo im In- und Ausland unterwegs. Dann kümmerte er sich um seine eigenen Träume und startete selbst eine Bühnenkarriere – als Zauberkünstler Sven Spacey. Längst ist der Schweizer, der mit seiner Familie in Bondorf im Kreis Böblingen lebt, in der Szene etabliert. Spacey widmet sich hauptsächlich der Stand-up-Zauberei, die Comedy und Magie verbindet.

Die Welt der Illusionen – schon als kleiner Junge habe er unbedingt wissen wollen, wie die Tricks funktionieren, erzählt der 50-Jährige. „Es fasziniert mich bis heute, wie gut man mit dieser Art der Kunst unterhalten kann.“ Immer noch staunt der Wahlschwabe darüber, wie sich durch einfache Kniffe Leute jeden Alters täuschen und manipulieren lassen. Seine Spezialität sind Kartentricks – sie erinnern ihn an seine Kindheit, als er dem Opa täglich beim Kartenspielen zusah. Und er liebt die großen Illusionen à la Copperfield, den er als Idol bezeichnet.

Angefangen hat alles 1987. Sven Spacey ließ sich als Zauberer ausbilden, nahm Privatunterricht, studierte Fachliteratur und Videos. Den letzten Schliff holte er sich beim Jobben im Zauberladen Zürich. Dessen Inhaber, der preisgekrönte Magier Hörbi Kull, habe ihm wertvolle Tipps gegeben.

Öffentliche Auftritte hat Spacey selten. Heute wird er vor allem für Firmenevents gebucht, moderiert Galas oder managt seine Partnerin Katrin Weißensee, die mit Sandmalerei ihr Geld verdient. Seit elf Jahren ist er Präsident des Magischen Rings der Schweiz, in dem mehr als 300 Zauberkünstler miteinander vernetzt sind.

Außerdem organisiert er Veranstaltungen wie „Baden Magisch“ oder Varieté-Abende. Dafür bringt er Künstler aus der ganzen Welt zusammen. Auch er selbst kommt viel herum: als Jurymitglied bei den Europameisterschaften der Zauberkunst und bei den Weltmeisterschaften in Peking. Erst kürzlich ist er aus Südkorea zurückgekehrt. Ein großes Abenteuer sei das gewesen: „Ich habe mir in einer Woche 120 Shows angesehen und sie als Juror bewertet.“

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