Stuttgart / dpa/lsw  Uhr
Seit 1965 fuhren ehrenamtliche Helfer des Vereins „Heimweghilfe“ betrunkene Besucher des Cannstatter Wasens in deren Autos nach Hause. Nun muss der Verein diese Arbeit aufgeben.

Wenn Autofahrer beim Volksfest auf dem Cannstatter Wasen zu tief ins Glas geschaut haben, konnten sie sich stets auf den Stuttgarter Verein „Heimweghilfe“ verlassen. Die Helfer sorgten dafür, dass Betrunkene sicher nach Hause kamen. Doch damit ist nun Schluss, wie die Veranstaltungsgesellschaft in Stuttgart am Montag mitteilte. „Es fehlt an Fahrern, die bereit sind, sich viele Nächte ehrenamtlich zu engagieren“, lautet einer der Gründe.

Dutzende ehrenamtliche Helfer fuhren in den vergangenen fünf Jahrzehnten betrunkene Festbesucher kostenlos in deren Autos nach Hause. Bezahlt werden musste lediglich die Taxifahrt des Helfers zurück zum Volksfest.

10.330 Betrunkene nach Hause gebracht

Ein weiterer Grund für das Ende der Vereins: Für den Vorsitzenden Peter Erb gibt es keinen Nachfolger. Insgesamt habe die „Heimweghilfe“ 10.330 fahruntüchtige Volksfestbesucher nach Hause gebracht und vielen von ihnen damit vermutlich den Führerschein gerettet. Im Vergleich zu den Anfängen habe sich rund um den Wasen in Stuttgart-Bad Cannstatt viel verändert, so Erb. Dazu gehöre heute auch ein gut funktionierender Öffentlicher Personennahverkehr.

Das könnte dich auch interessieren:

Im Frankfurter Hauptbahnhof hat es am Montag einen dramatischen Zwischenfall gegeben. Ein Achtjähriger ist vom Zug erfasst und getötet worden.

Nach der schrecklichen Tragödie in Blaubeuren-Gerhausen, bei der in der Nacht auf Freitag drei Menschen starben, wird eifrig nach der Ursache geforscht - und gerätselt. Im Ort ist die Rede von Familiendrama, Vorsatz und einer Waffe. Bürgermeister Jörg Seibold äußert sich auch zu einem möglichen Gasleck.