Mit dem Fassanstich durch Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn beginnt am Freitag um 15 Uhr auf dem Cannstatter Wasen das zweitgrößte Volksfest Süddeutschlands. Die wichtigsten Zahl und Fakten zum Rummel im Überblick:

Bier und Hähnchen im Festzelt sind die Wasenklassiker

  • Bierkonsum: Eine Bilanz, die zeigt wie viel Bier auf dem Volksfest insgesamt getrunken wird, gibt es von den Veranstaltern nicht. Wirt Werner Klauss verrät jedoch, dass in seinem Dinkelacker-Festzelt – einem der größten auf dem Wasen – in den drei Volksfest-Wochen rund 200.000 Maß Bier ausgeschenkt werden.

  • Bierpreis: Die Maß Bier kostet knackte in diesem Jahr zum ersten Mal mehr als 11 Euro: 11,20 Euro zahlen Besucher im Dinkelacker Festzelt für den Liter Bier – zwischen 10,80 und 10,90 Euro in den anderen.2018 lag der Bierpreis zwischen 10,30 und 10,80 Euro.

  • Festzelte: Auf dem Wasen gibt es neun große Anlaufstellen für durstige Feierwillige mit insgesamt 32.000 Sitzplätzen – darunter sieben Bierzelte, eine Weinstube und ein Almhüttendorf. Der Aufbau dauert zwei bis drei Monate. Bevor in den Zelten die erste Maß oder das erste Göckele verkauft wird, investiere ein Festwirt rund 400.000 bis 500.000 Euro in den Aufbau.

  • Göckele: 400.000 gegrillte halbe Hähnchen vertilgen die Besucher jedes Jahr während des Volksfests.

Polizei zeigt Präsenz auf Festgelände

  • Kriminalität: Rund 180 Polizeibeamte sorgen in den heißen Phasen etwa am Wochenende gleichzeitig für Ordnung; auf dem Wasen wird eine eigene Wache eingerichtet. Vergangenes Jahr wurden 860 Straftaten angezeigt, ein historisch niedriger Wert.

Volksfest bringt halbe Milliarde Euro ein

  • Beschäftigte: Etwa 2500 Arbeitsplätze gibt es auf dem Wasen, von Schaustellerbetrieben über Festzelte bis zu Markthändlern und Dienstleistern. Eine eigens eingerichtete Arbeitsagentur vermittelt Arbeitskräfte. Der Veranstalter geht davon aus, dass 17.000 Menschen direkt oder indirekt für das Volksfest arbeiten.
  • Wirtschaftswert: Nach Berechnungen der der Veranstalter spült das Volkfest rund eine halbe Milliarde Euro in die Kassen der Beteiligten. Demnach profitieren unter anderem auch Bäcker, Metzger, Zulieferer, Handel, Dienstleistungsbetriebe, Hotellerie und Transportunternehmen vom Wasen. Zum Vergleich: Beim Münchner Oktoberfest liegt der Wirtschaftsfaktor laut der Stadt München bei 1,2 Milliarden Euro.

Der Wasen ist ein Stromfresser

  • Energieverbrauch: Laut angaben des Veranstalters frisst das Volksfest einem Zeitraum von 14 Tagen 1.500.00 Kilowattstunden Strom – das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von knapp 700 Zwei-Personen-Haushalten.

  • Wasserverbrauch: Rund 37.000 Kubikmeter Wasser verbraucht das Volksfest, wenn man das Landwirtschaftlich mit einberechnet – das Äquivalent von 290.450 Badewannen

Wasen-Besucher sind anscheinend vergesslich

  • Besucher: Rund 3,5 bis 4 Millionen Menschen kamen in den vergangenen Jahren auf den. Auch in diesem Jahr kalkulieren die Veranstalter in diesem Rahmen. 94 000 Menschen dürfen gleichzeitig auf dem Platz sein – danach müsste er geschlossen werden. Die Zahl wurde in den vergangenen Jahren nie erreicht.

  • Fundsachen: Feiern macht wohl vergesslich: In den Vorjahren ließen die Besucher so viele Fundsachen zurück, dass man damit 320 blaue Müllsäcke mit jeweils 120 Liter Volumen hätte füllen können?

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