ÖPNV Brandschutz ist nicht gewährleistet

Stuttgart / sei 08.02.2019

Im Brandfall muss es schnell gehen, weg von Feuer und Rauch, ab ins Freie. Die Stuttgarter Straßenbahnen haben ihre unterirdischen Haltestellen überprüfen lassen. Wie sicher sind die Fahrgäste, wenn eine brennende Bahn einfährt? Ein Gutachten, das im Ausschuss für Umwelt und Technik vorgestellt wurde, zeigt, dass an zehn Haltestellen nachgerüstet werden muss: Killesberg, Börsenplatz, Hauptbahnhof, Schlossplatz, Rathaus, Charlottenplatz, Rotebühlplatz, Marienplatz und Degerloch.

Im Brandfall hätten Fahrgäste in allen Haltestellen nicht genügend Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Am Beispiel „Schlossplatz“ wird das deutlich: 7,25 Minuten brauchen Fahrgäste für den Fluchtweg. Bei einem Feuer hätten sie jedoch nur sechs Minuten Zeit. Für jede Haltestelle muss nun ein Konzept erstellt werden. Am Killesberg wurden bereits bewegliche Rauchschürzen montiert. Die anderen Haltestellen sollen ab 2019, manche erst ab 2021, auf den neuesten Brandschutz-Stand gebracht werden.

An den Haltestellen Neckartor, Börsenplatz und Rathaus sind verschiedene Maßnahmen geplant. Hier sollen Rauchschutzglas, das die Treppenhäuser vom Bahnsteig trennt, und selbstschließende Türanlangen zum Einsatz kommen. Auch Entrauchungsöffnungen werden favorisiert. An der Haltestelle Schlossplatz soll die Rolltreppe zurückgebaut werden, um auf den Treppen mehr Platz für den Fluchtweg zu haben. Wie es mit den übrigen Haltestellen weitergeht, wird im Laufe des Jahres beschlossen. Die Kosten liegen bei 19,4 Millionen Euro. 600 000 Euro steuert die Stadt bei, den Rest finanziert die SSB.  

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel