Stuttgart Bordell im Leonhardsviertel schließt

Stuttgart / EB 10.02.2015
Im Kampf gegen die Prostitution im Leonhardsviertel ist die Stadt Stuttgart einen Schritt weiter.

Ein Bordell in dem Quartier hat am Sonntag seinen illegalen Betrieb eingestellt. Der Pächter hatte zuvor dem Eigentümer die Schlüssel zurückgegeben. Darüber wurden Stadt und Polizei anschließend informiert, wie es in einer Mitteilung heißt.

Der Hintergrund: Das illegale Etablissement war 2014 eröffnet worden. Die Stadt hatte daraufhin Eigentümer und Pächter mit sofortiger Wirkung die Nutzung als Bordell untersagt. Das Verwaltungsgericht hatte zuletzt auch bestätigt, dass diese Nutzungsuntersagung rechtmäßig ist. Davor hatte es um die Nutzung des Gebäudes bereits mehrjährige verwaltungsrechtliche und zivilrechtliche Auseinandersetzungen zwischen der Stadt und dem Eigentümer gegeben. Das Baurechtsamt hatte mehrfach Zwangsmittel angedroht und auch angewendet - sprich: Es wurden Zwangsgelder verhängt.

Die Stadt und die Polizei wollen der Mitteilung zufolge künftig genau beobachten, was sich in dem Gebäude tut. Denn die Übermacht der Bordell-Szene im Leonhardsviertel soll zurückgedrängt werden. Man wünscht sich eine bessere Mischung aus Wohnen, Handel und Prostitution. Das Problem in der Vergangenheit war unterdessen schon häufig, dass Bordelle schlossen, an selber Stelle aber sofort neue eröffneten.

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