Wasen Bilanz: Mehr Gäste aus dem Ausland besuchten das Volksfest

Das Cannstatter Volksfest geht am Sonntagabend mit einem Feuerwerk zu Ende.
Das Cannstatter Volksfest geht am Sonntagabend mit einem Feuerwerk zu Ende. © Foto: Christoph Schmidt/dpa
Stuttgart / Patrick Vetter 13.10.2018

Das 173. Volksfest geht am Sonntagabend zu Ende. Veranstalter, Polizei und Sprecher der Schausteller und Zeltwirte zogen schon mal Bilanz, die durchweg positiv ausfiel.

„Ein herausragender Veranstaltungssommer geht zu Ende“, resümiert der Geschäftsführer der Veranstaltungsgesellschaft  „In.Stuttgart“ Andreas Kroll. Bis Sonntag rechne er auf dem Wasen mit rund vier Millionen Besuchern. Das historische Volksfest lockte knapp 600 000 Gäste auf den Schlossplatz und 210 000 Interessierte besuchten das Landwirtschaftliche Hauptfest. Insgesamt dürften bis Sonntag zu den drei Veranstaltungen also fast fünf Millionen Menschen gekommen sein.

Die Zahl der Gäste ist jedoch laut Abteilungsleiter Marcus Christen nicht das Herausragende. Außergewöhnlich sei aber, woher die Leute kommen: „Wir hatten nicht mehr Besucher, aber mehr aus dem Ausland“, sagt Christen. „Es war ein intensives Volksfest – wenn nicht das Intensivste“, berichtet er weiter. Auch unter der Woche sei es gut gelaufen. Nur die Shuttle-Busse zum Festgelände, die das erste Mal fuhren, wurden von den Gästen nicht angenommen. Nach dem ersten Wochenende waren nur 300 Passagiere zu verzeichnen.

Werner Klauß spricht für die Wasenwirte: „Nach einer Stagnation in den vergangenen Jahren haben wir nun wieder ein leichtes Plus gemacht.“ Mitverantwortlich dafür sei die viele Werbung und Berichterstattung wegen des historischen Volksfests zum 200-Jahr-Jubiläum.

Auch die Schausteller profitierten von der Parallelveranstaltung. „Unser Gewerbe und seine Ursprünge wurden dort einer breiten Masse zugänglich gemacht“, sagt Linda Brandl vom Landesverband der Schausteller und Marktkaufleute. Dieses Jahr habe man mehr Wetterglück gehabt, als in den beiden vergangenen Saisons: „Petrus muss Cannstatter gewesen sein“, sagt Brandl.

Mit 1040 Einsätzen lag die Bilanz des Roten Kreuzes im Trend der vergangenen Jahre. Die Polizei verzeichnete acht Prozent weniger Verbrechen als im Vorjahr, wobei die Zahl der Diebstähle auf dem Festgelände stieg.

Am Montag soll die Planung für das nächste Volksfest 2019 starten, kündigen die Macher an. Ob das historische Volksfest erhalten bleibt und vom Schlossplatz auf den Wasen umzieht,  werde geklärt.

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