Gegen Pläne für einen sechsstreifigen Neubau der Autobahn 8 am Albaufstieg sind mittlerweile rund 3000 Einwendungen erhoben worden. Davon beruhe ein großer Teil auf Unterschriftenaktionen, teilte das Regierungspräsidium Stuttgart mit. Schwerpunkte der privaten Einwendungen seien insbesondere die Streckenführung der vorgesehen neuen Trasse sowie der Lärmschutz und die Gestaltung der Anschlussstelle Hohenstadt.

Schwieriges Nadelöhr

Der Albaufstieg sowie der Albabstieg gelten als das schwierigste Nadelöhr beim Ausbau der A8 zwischen den Landeshauptstädten Stuttgart und München. Dort kommt es immer wieder zu langwierigen Staus. Auf beiden Seiten verengt sich die inzwischen teils sechsstreifig ausgebaute A8 auf die zwei engen Fahrspuren, deren Bau 1937 (Abstieg) und 1957 (Aufstieg) fertiggestellt worden war.

Drackenstein

Die wichtigsten Einwendungen sollen am Donnerstag bei einem öffentlichen Erörterungstermin angesprochen werden, zu dem das Regierungspräsidium in die Gemeinde Gruibingen (Kreis Göppingen) am Nordrand des Albaufstiegs eingeladen hat. Von der Auswertung der Einwendungen hängt auch ab, wann das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden kann. Danach werden dann bis zur Fertigstellung noch etwa acht Jahre veranschlagt.

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Steckbrief neuer Albaufstieg der A8


Vorhaben: Sechsstreifiger Ausbau der A8 mit Standstreifen, leistungsfähige Umleitungsstrecke durch Aufrechterhaltung der bisherigen Albaufstiegstraße.

Verkehrsprognose nach Fertigstellung der beiden jeweils dreispurigen Richtungsfahrbahnen: 86.100 Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden (zum Vergleich Verkehrszählung 2015: 68.000).

Streckenlänge: 7,6 Kilometer. Im Vergleich zum bestehendem Abstieg ist die neue Trasse 3,8 Kilometer und zum bestehenden Aufstieg 4,5 Kilometer kürzer.

Steigung bzw. Gefälle von maximal 3,5 Prozent

Ingenieurbauwerke:

- Filstalbrücke, Länge 810 Meter, maximale Höhe 52 Meter

- Tunnel „Himmelschleife“, Länge 1200 Meter

- Gosbachtalbrücke, Länge 460 Meter (Westseite) sowie 480 Meter (Ostseite), maximale Höhe 71 Meter

- Tunnel „Drackenstein“, Länge 1700 Meter

Kosten: 603 Millionen Euro