Premiere Alle zwei Tage Schichtwechsel in der Laube 17

Jungwinzer Christoph Kern an der Laube 17.
Jungwinzer Christoph Kern an der Laube 17. © Foto: Ferdinando Iannone
Stuttgart / Ingrid Sachsenmaier 03.09.2018

Das gab es auf dem Stuttgarter Weindorf noch nie – 18 Jungwinzer machen gemeinsame Sache und bewirten einen Stand. Sie kommen aus Stuttgart, dem Remstal und anderen Orten der Region, sind zwischen 19 und 48 Jahre alt und haben mit ihrem Konzept „Pro Stuttgart“-Geschäftsführerin Bärbel Mohrmann sofort überzeugt.

Die „jungen Wilden“ sind so unterschiedlich wie ihre Weine. Weiß, rot, rosé und Sekt bringen sie ins Weindorf mit. Alle zwei Tage wechselt an Laube 17 die Standbesetzung und mit ihr das Weinsortiment. Immer sechs der 18 Jungwinzer sind dann mit ihren Kreationen vertreten. Sie präsentieren und erklären ihre Weine und suchen den Dialog.

„Das ist uns ganz wichtig“, sagt Helen Schmalzried vom gleichnamigen Weingut in Korb. Bei der „Alten Kanzlei“, wo sich die Laube 17 befindet, trifft man Demeter- und Biowinzer ebenso wie die beiden Stuttgarter Sebastian Schiller und Dennis Keifer, die  mittels Crowdfounding zum Weinmachen gekommen sind.

Die Jungwinzer-Kooperative „next generation“, die vor zehn Jahren aus der Weingärtnergenossenschaft Fellbach hervorgegangen ist, gehört ebenso dazu wie die klassischen Betriebsnachfolger, die neue Wege bestreiten, wie etwa Moritz Haidle aus Stetten.

Die jungen Wilden wollen sich auf den Ausschank ihrer Weine konzentrieren und verzichten deshalb auf den  klassischen Laubencharakter. Sie bieten weniger Sitzgelegenheiten an, haben keine eigene Küche am Stand, sondern beziehen schwäbische Klassiker im Weck-Glas vom „Amadeus“ am Charlottenplatz. „Ganz locker und ungezwungen wollen wir mit den Leuten ins Gespräch kommen, ihnen unsere Philosophie vorstellen und unsere Weine erklären“, sagt Sprecher Christoph Kern aus Rommelshausen.

Im Frühjahr haben sie das Konzept entwickelt, den Zuschlag für die Laube auf Anhieb bekommen, flugs eine GbR gegründet, ein Logo ersonnen und damit graue T-Shirts samt den Namen des jeweiligen Weinguts bedrucken lassen. Sie wollen zeigen, „dass das Leben nicht nur schwarz-weiß“ ist, sondern dass es in der Welt des Weines vieles zu entdecken gibt.

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