Alles ist aufeinander abgestimmt. Halbe Sachen wollten die Betreiber des „Akeno“ im Stuttgarter Westen nicht machen. Im Deutschen bedeutet das japanische Wort „Licht und Schatten“. Darauf ausgerichtet ist auch das ganze Ambiente. Das wuchtige Mobiliar des früheren Café Liebreich ist einer modernen Einrichtung im japanischen Stil mit eleganten Holzkonstruktionen gewichen. Statt Kaffee und Kuchen gibt es asiatische Fusionsküche.

Mit dem Akeno haben sich Amanda Le und ihr Partner Hoa Trinh Viet einen langgehegten Wunsch erfüllt. Das stilvolle und klare Design vermittelt einen Hauch von Luxus. Der beigefarben gestaltete vordere Teil mit hellem Holz und Koi-Karpfen an der Wand verkörpert das Licht und der hintere Teil mit in Petrolfarbe gestrichenen Wänden und dunklen Möbeln den Schatten.

Auch die Speisekarte hat zwei Schwerpunkte, einen japanischen und einen vietnamesischen, für die ein Sushi-Meister und ein Koch verantwortlich sind. Eigentlich sollte Sushi im Vordergrund stehen, aber inzwischen gelte die Nachfrage zu gleichen Teilen kalten und warmen Speisen, erklärt Amanda Le. Bewusst hat sich die 33-Jährige von Beginn an für einen Mix unterschiedlicher Landesküchen entschieden. Auch das Thai Curry und das Steak vom heißen Stein stehen auf der umfangreichen Karte.

„Bei uns ist für jeden Geschmack etwas dabei“. Dazu gehören traditionelle Suppen aus Vietnam und Japan, wie die Miso-Ramen-Bowl (ab 12,90 Euro), gebratene Udon-Nudeln (ab 11,90) oder vietnamesische Pfannkuchen (ab 10,90). Viele der Gerichte sind auch in veganer Variante zu haben. Zum Mittagstisch stehen sechs Gerichte zwischen sieben und zehn Euro zur Auswahl.

Die Speisen sind ausgewogen gewürzt. Glutamat ist aus der Küche verbannt. Bei der Schärfe richtet sich der Koch nach dem Wunsch der Gäste. Das Gemüse ist frisch und auch das Entenfleisch wird saftig und zart serviert. Le macht es Spaß, in der Küche zu experimentieren. So hat sie „Special Rolls“ nach ihren eigenen Vorstellungen mit dem Sushi-Meister zusammengestellt. Künftig will sie für Suppen raffiniertere Brühen kreieren. „Im Gegensatz zu früher sind Suppen heute stärker gefragt“, erklärt Le.

Die Restaurantleiterin ist im Alter von sieben Jahren nach Deutschland gekommen. Seit 13 Jahren lebt sie in Stuttgart, wo sie zuerst Modeschulen besucht und dann in der Gastronomie gearbeitet hat. Mit dem „Akeno“ will sie nun im Westen ihre Fusionsküche etablieren.