Prozess Afghanen wegen Totschlags vor Gericht

Stuttgart / dpa 04.09.2018

Nach einem brutalen Messerangriff müssen sich seit Montag zwei junge Afghanen vor dem Stuttgarter Gericht verantworten. Die heute 19 und 20 Jahre alten Männer waren am Abend des 4. März mit einer Gruppe in Stuttgart unterwegs. Den zwei Flüchtlingen wird vorgeworfen, einen anderen Afghanen angegriffen zu haben. Laut Anklage hielt der eine das Opfer fest, während der andere ihm zweimal mit einem Messer in die Brust stach. Nach dem Messerangriff sollen die Täter das Opfer, das am Boden lag, getreten und geschlagen haben. Dabei sollen weitere Flüchtlinge aus der Gruppe dabei gewesen sein. Einer der Männer wurde bereits  festgenommen und ist inzwischen ebenfalls angeklagt.

Das Opfer wurde schwer verletzt, aber überlebte die Attacke. Die zwei Afghanen müssen sich unter anderem wegen versuchten gemeinschaftlichen Totschlags vor Gericht verantworten. Das Gericht wird auf Antrag einer Verteidigerin in den nächsten Wochen entscheiden, ob die Verfahren zusammengelegt werden. Der Prozess wird am 24. September fortgesetzt.

In einem anderen Fall ermittelt die Polizei gegen fünf Afghanen. Sie hatten am 9. Juni den Mitarbeiter  eines Stuttgarter Bordells  zusammengeschlagen. Der 29-Jährige wurde schwer verletzt. Drei der Täter sitzen in Untersuchungshaft.

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