Städtebau Abfuhr für die Ideen des „Aufbruch“

Stuttgart / Daniel Grupp 07.11.2018

Interessiert, aber ablehnend reagiert Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) auf die Vorschläge, die der Ideenworkshop des Vereins „Aufbruch Stuttgart“ entwickelt hat. „Viele interessante Vorschläge“, sagte Kuhn nach der Sitzung des Verwaltungsrats der Staatstheater. Ihm sei aufgefallen, dass niemand mehr über den Tunnel für die B 14 gesprochen habe. Den Workshop mit international renommierten Architekten hatte Baubürgermeister Peter Pätzold für die Stadt verfolgt.

Die vom Verein eingeladenen Architekten hatten vor unkalkulierbaren Risiken der Opernsanierung gewarnt. Sie raten zu einem Neubau. Dieser Idee erteilte der OB eine Abfuhr: „Das wurde schon entschieden. Wir können nicht alle vier Jahre zurück auf Los.“ Das Drei-Sparten-Haus soll am Standort bleiben. Er lehnt auch den Architektenvorschlag ab, das Königin-Katharina-Stift um 50 Meter zu versetzen, um Platz für ein Kulturgebäude zu schaffen. „Die Schule wird nicht verschoben.“

Auch Marc-Oliver Hendriks, geschäftsführender Intendant der Württembergischen Staatstheater, und Kulturministerin Theresia Bauer rücken nicht vom Littmannbau ab. Hier sei das hohe Ansehen der Staatstheater entstanden. Zudem gehöre die Oper zu den wenigen, nicht im Krieg zerstörten Gebäuden.

Der Idee, aus der Oper einen Konzertsaal zu machen, erteilte Intendant Hendriks eine Absage. An einen hochrangigen Konzertsaal, der zum Beispiel mit der
Elbphilharmonie konkurrieren könnte, würden andere Anforderungen an Raumgröße und Klang gestellt. 

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