Stuttgart 3,7 Millionen Euro für eine digitale IHK

Die IHK will digitale Kammer werden.
Die IHK will digitale Kammer werden. © Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Stuttgart / Amrei Groß 16.04.2018

Die Lehrstellenbörse als App fürs Smartphone, eine zentrale digitale Anlaufstelle für die berufliche Bildung und eine elektronische Vereinbarung von Terminen: Mar­joke Breuning, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart (IHK), treibt die Modernisierung der Kammer weiter voran. Zukünftig will die IHK ihren Kunden Schritt für Schritt immer mehr Dienste in digitaler Form anbieten. „Angebote, die sinnvoll digitalisiert werden können, sollen digitalisiert werden. Wir haben die Vision einer digitalen Kammer. Zum Nutzen unserer Mitglieder“, sagt Breuning. Schon jetzt sind auf der Webseite der Kammer verschiedene Angebote digital abrufbar. Bis zum Jahr 2020 sollen im Rahmen der hauseigenen Digitalisierungsstrategie insgesamt 3,7 Millionen Euro in weitere Projekte fließen.

Wie IHK-Sprecherin Anke Seifert auf Anfrage mitteilt, gliedert sich die Digitalisierungsstrategie in drei Teile: Mit 720 000 Euro beteiligt sich die Kammer an mehreren durch den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) koordinierten Projekten, darunter an der Weiterentwicklung der IHK-Lehrstellenbörse sowie am Aufbau des neuen Portals „Bildung @ IHK“, das zur zentralen Anlaufstelle für junge Auszubildende werden soll.

Weitere 250 000 Euro fließen in eigene Datenverarbeitungsprojekte, etwa die Mög­lichkeit, Mitgliedsbescheinigungen online selbst erstellen und ausdrucken zu können. Auch soll bei der IHK eingehende Post in Zukunft digitalisiert und übersichtlich aufbereitet an Mitarbeiter weitergeleitet werden.

Den Schwerpunkt der Digitalisierungsstrategie bildet mit einem Volumen von 2,7 Millionen Euro die Verbesserung des Kontakts zwischen der IHK Region Stuttgart und ihren Mitgliedsbetrieben. Neben einer einfachen elektronischen Terminvereinbarung und einer digitalen Organisation von Veranstaltungen stehen vor allem neue Zahlungsmöglichkeiten (wie beispielsweise Paypal) für Weiterbildungsmaßnahmen, eine zeitgemäße mobile Kommunikation mit Jugendlichen in der Ausbildungsberatung sowie eine automatische Abrechnung von Dozenten-Honoraren und Prüfer-Entschädigungen im Fokus.